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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Stapel

das mit Stab verwandte und somit ebenfalls auf
idg.
*steb(h) „stehen machen, aufstellen, stützen“ zurückgehende
nddt.
Wort Stapel (
mnddt.
stapel), das zunächst nur einen Haufen von geschichtetem Holz bezeichnete, fand in der Seemannssprache auch Verwendung für das Gerüst aus Balken, auf dem der Rumpf eines Schiffes beim Schiffsbau ruht; ist das neue Schiff fertiggestellt, wird es von ebendiesem Stapel ins offene Meer gelassen; die seit dem 18. Jh. belegte Redensart etwas vom Stapel lassen, die in der Umgangssprache ironisch für „etwas von sich geben“ steht, gründet sich wohl auf einen Vergleich zwischen dem Getöse beim sog. Stapellauf und dem übertriebenen Gehabe desjenigen, der etwas vom Stapel lässt
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