Wahrig Herkunftswörterbuch

Stab

mhd.
stap, stab,
ahd.
stab beruht auf der
idg.
Wurzel *steb(h) „stehen machen, aufstellen, stützen“; daraus lässt sich schließen, dass es zunächst in der Bedeutung „Stütze“ gebraucht wurde; der Stab, der anfangs vor allem der Züchtigung sowie der Beherrschung einer Herde diente, gewann mit der Zeit diverse andere, oft auch symbolische Funktionen hinzu: Feldherren besaßen Stäbe, die ihre Befehlsgewalt demonstrieren sollten (vom Befehlsstab ausgehend, bildete sich auch der Gebrauch des Begriffes Stab für „das Hilfspersonal von Kommandeuren“ heraus); Richter besaßen Stäbe, die ihre richterliche Gewalt symbolisierten: sie eröffneten und schlossen Verhandlungen durch Aufnehmen oder Niederlegen ihres Stabes und verhängten Todesurteile, indem sie den Stab über dem Kopf des Verurteilten zerbrachen und die Einzelteile vor ihm auf den Boden warfen (vgl. die heute noch gebräuchliche Redewendung über jmdn. (eigtl. jmdm.) den Stab brechen „jmdn. verurteilen“)
Darmschleimhaut mit Makrophagen
Wissenschaft

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Die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa geht mit Bauchschmerzen, Durchfall und Darmblutungen einher. Ihre Auslöser sind allerdings noch weitgehend ungeklärt. Nun sind Forschende einer Ursache auf die Spur gekommen. Demnach produzieren bestimmte Bakterien ein Gift, dass die Makrophagen in der Darmschleimhaut...

Diatryma geiselensis
Wissenschaft

Geiseltal: Ausgestorbener Laufvogel hat jetzt einen Kopf

Im Laufe der Zeit haben schon viele spektakuläre Urzeitwesen Deutschland durchstreift. Dazu zählt auch der 1,40 Meter große Laufvogel Diatryma geiselensis, der vor 45 Millionen Jahren im Geiseltal im heutigen Sachsen-Anhalt lebte – damals noch ein tropisches Sumpfgebiet. Nun haben Paläontologen erstmals einen Schädel dieses...

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