Wahrig Herkunftswörterbuch
durchfallen
Einen konkreten und schmerzhaften Hintergrund hat die Wendung bei etwas durchfallen. Sie wurde schon im 17. Jh. vor allem von Studenten im Sinne von „bei Prüfungen keinen Erfolg haben“ verwendet. Dabei ist durchfallen eine Verkürzung der zuvor gebräuchlichen Fügung durch den Korb fallen. Ursprung ist wohl ein alter Rechtsbrauch: Überführte Verbrecher stellte man zur Strafe in Körbe, deren Boden sich öffnen ließen. Dies geschah vorzugsweise über Wasser – die Missetäter fielen im Wortsinne ins Wasser durch. Daneben wird bisweilen das Theater des Mittelalters als Quelle angesehen: In Lustspielen mussten unerwünschte Liebhaber in Körbe steigen, die ihr Gewicht nicht trugen. Zog nun die Angebete einen solchen Korb zu ihrem Gemach hinauf, so fiel der Freier durch den Boden (vgl. auch jemandem einen Korb geben).
Wissenschaft
Kosmischer Babyboom
Vor etwa zehn Milliarden Jahren entstanden auf einen Schlag sehr viele Sterne. Seither sinkt die Geburtenrate – und inzwischen hat eine Art kosmischer Dämmerzustand begonnen. von THOMAS BÜHRKE Das Sternbild Fornax (Chemischer Ofen) besteht nur aus wenigen lichtschwachen Sternen. Doch Kosmologen fanden dort den sprichwörtlichen...
Wissenschaft
Aufschlussreicher Komet
Die Rosetta-Mission wurde vor einigen Jahren beendet. Doch die gewonnen Daten bringen noch immer neue Einsichten – auch über die Erde und den Ursprung unseres Sonnensystems. von DIRK EIDEMÜLLER Rosetta war eine der wichtigsten Raumsonden, die die Europäische Weltraumagentur ESA gestartet hat. Der Späher war im Jahr 2004 ins All...
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