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Indira Gandhi fällt Sikh-Attentat zum Opfer

In ihrer Residenz wird die indische Premierministerin am 31. Oktober 1984 von Anhängern der Sikh-Religion ermordet. Auf dem Weg ins Büro, wo der britische Filmschauspieler Peter Ustinov wegen eines Interviews auf sie wartet, geben zwei ihrer Leibwächter 22 Schüsse auf sie ab. Wenig später stirbt die 67-jährige Politikerin im Krankenhaus.

Kurz nach Bekanntwerden der Bluttat beginnt in weiten Teilen Indiens eine Welle des Terrors gegen die Sikhs, die den Mord an Indira Gandhi als einen Racheakt für die am 5. Juni 1984 angeordnete Erstürmung des Goldenen Tempels, das Zentralheiligtum der Sikhs, in Amritsar rechtfertigen. Nach vorsichtigen Schätzungen werden in den folgenden zwei Tagen 4000 Sikhs von fanatischen Anhängern des Hinduismus abgeschlachtet, erschlagen oder lebendig verbrannt.

 

Eine umstrittene Politik

Indira Gandhi 1980 wieder an der Macht

Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi (1917-1984) nimmt im Januar 1980 freudig einen Korb mit Blumen entgegen, den sie nach ihrer Wahl zur Führerin der Kongress-Partei überreicht bekam. Die 62-jährige Politikerin , Tochter des ersten indischen Premiers, Jawaharlal Nehru, steht seit 1959 an der Spitze der Partei.

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