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Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee

Energiepotenzial auf hoher See

Riesige Windkraftanlagen gehören längst zum Landschaftsbild in allen Teilen Deutschlands und sind Sinnbild für die Energiewende. Je mehr Menschen sich bei der Stromgewinnung für die „grüne Variante“ entscheiden, desto höher wird der Bedarf an Windkraftanlagen – nicht nur auf dem Festland. 2010 wurde der erste Offshore-Windpark Deutschlands auf hoher See offiziell in Betrieb genommen, zahlreiche weitere sollen folgen.

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Offshore Windpark Middelgrunden

Middelgrunden liegt zwei Kilometer vor der Küste östlich von Kopenhagen. Hier stehen, in einem Bogen angeordnet, 20 Bonus 2MW-Anlagen. Bei einer Gesamtleistung von 40 MW erzeugt der Windpark 90 GWh pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 20 000 dänischen Haushalten oder drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Stadt Kopenhagen.

Über 20 Offshore-Windparks sind in der europäischen Nord- und Ostsee in Betrieb, davon einer in deutschen Gefilden. Über zehn befinden sich im Bau und zahllose weitere stellen sich zurzeit aufwendigen politischen Genehmigungsprozessen. In Deutschland sind 29 Offshore-Windparks – die meisten davon in der Nordsee – bereits genehmigt worden und zwei befinden sich zurzeit im Bau. Nach Fertigstellung aller Anlagen werden sie etwa neun Gigawatt-Stunden produzieren. Weitere Anträge für insgesamt 97 Vorhaben in der deutschen Wirtschaftszone laufen. Das regenerative Energiepotenzial in europäischen Gewässern wird also zukünftig voll ausgeschöpft werden.

 

Die Super-Riesen von „Alpha Ventus“

Der einzige deutsche Offshore-Winpark kann sich sehen lassen: „Alpha Ventus“ liegt etwa 45 km nördlich von Borkum und präsentiert sich mit 12 gigantischen Windrädern – jedes einzelne höher als der Kölner Dom. Die Giganten produzieren jeweils eine Leistung von fünf Megawatt. Die kleineren Onshore-Windkraftanlagen kommen auf rund zwei Megawatt. Alpha Ventus wurde 2010 offiziell in Betrieb genommen und speiste im Folgejahr ganze 267 Gigawattstunden in das deutsche Stromnetz ein. Doch der Windpark ist nicht nur Stromlieferant, er dient knapp 150 Forschern von RAVE (Research at Alpha Ventus) auch als Testfeld. RAVE untersucht, wie sich die Wetter- und Seeverhältnisse mitten auf der Nordsee auf die Windräder auswirken und ob die Stromerzeugung unter diesen Voraussetzungen wirklich wirtschaftlich und effizient sein kann. Nicht zuletzt spielt dabei auch die Frage nach der Belastung für das Ökosystem der Nordsee eine Rolle.

 

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wissen.de-Autorin Lena Riemenschneider, Nov. 2012
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