Lexikon

Tugend

griechisch arete, lateinisch virtus
ursprünglich so viel wie „Tauglichkeit“, bezeichnet in der Ethik den sittlich vollkommenen Zustand als Grundlage oder als Ziel menschlichen Handelns. In der inhaltlichen Bestimmung der verschiedenen Formen der Tugenden gibt es eine lange Tradition von Aristoteles, der zwischen dianoetischen Tugenden, d. h. Tugenden der geistigen Haltung, und ethischen Tugenden unterschied; für die letzteren gilt als Ideal das Maß, d. h. die Mitte zwischen einem Zuwenig und einem Zuviel. Bei den Tugenden werden die theologischen Glaube (fides), Hoffnung (spes), Liebe (caritas) unterschieden von den vier Kardinaltugenden: Klugheit (prudentia), Mäßigkeit (temperantia), Tapferkeit (fortitudo) und Gerechtigkeit (iustitia).
Aristoteles
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