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Welcher Pfeffer färbt die Zähne schwarz?
Der Betelpfeffer (Piper betle), aus dem ein in seiner Heimat weit verbreitetes Genussmittel hergestellt wird. Die Blätter des Betelpfeffers enthalten ätherische Öle, z. B. Eugenol, sind leicht scharf und haben einen prickelnden Geschmack. 400 Millionen Menschen, von Indonesien bis nach Indien und China, Arabien und Ostafrika, konsumieren den sog. Betelbissen. Der Betelbissen wird gekaut, wobei sich die Zähne nach häufigem Genuss schwarz färben – ein Effekt, der bei den Inselbewohnern Südostasiens durchaus erwünscht ist. In größeren Mengen soll Betel allerdings giftig wirken und gilt sogar als Krebs erregend. Der Farbstoff Arecorat färbt den Speichelfluss der Kauenden rot. Diese Tatsache ist vermutlich die Quelle der Geschichten über Kannibalismus in der Heimat der Betelkauer.
Um Betelbissen herzustellen, braucht man frische Blätter des Betelpfeffers, die allerdings schnell welken und sich daher nicht über längere Strecken transportieren lassen. Die Blätter werden zunächst in Streifen geschnitten, danach mehrfach übereinandergelegt und mit Kalk bestrichen. Schließlich wickelt man sie um ein Stück der Betel- oder Arecanuss, also um die Frucht der Betelpalme Areca catechu, und der Betelbissen ist fertig. Die eigentliche Wirkung geht von der Betelnuss aus, deren Inhaltsstoffe mit dem Nikotin verwandt sind. Sie wirken anregend, unterdrücken den Hunger und sollen außerdem Darmparasiten bekämpfen. Im sozialen Leben erfüllt der Betelpfeffer eine mit Kaffee oder Zigaretten vergleichbare Funktion.
Die Direktorin der Dinge
„In der Natur nimmt die Entropie die Rolle des Direktors ein, die Energie aber nur die eines Buchhalters.“ So hat der große Physiker Arnold Sommerfeld einmal die Aufgaben der beiden physikalischen Größen mit den ähnlich klingenden Namen unterschieden. Die Karriere der beiden Begriffe Energie und Entropie begann im 19. Jahrhundert...
News der Woche 04.10.2024
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