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Die Bahn zu Hause: Digitale Startsets

Ein idealer Einstieg in das Hobby Modelleisenbahn sind die Startsets, die jeder große Hersteller anbietet. Mit einem Startset erhält man eine funktionsfähige Eisenbahn mit Schienen, Lok und Waggons, teilweise weiterem Zubehör und ein Steuergerät. Zusammenstecken, an die Steckdose anschließen und der Fahrspaß beginnt.

Die Bahn des Startsets kann jederzeit mit weiteren Teilen aus dem Programm des Herstellers erweitert werden, so dass eine Bahn immer weiter mit den Ansprüchen und dem Geldbeutel des Modellbahners wachsen kann. Die klassischen Zeitpunkte für eine Erweiterung sind meistens die Geburtstage des Modellbahn-Freundes und das Weihnachtsfest.

Die digitale Modellbahn

Warum digital? Jahrzehnte lang wurden Modellbahnanlagen analog betrieben. Die Lokomotive auf dem Gleis wurden über einen Transformator (Trafo) gesteuert. Je stärker man den Drehknopf drehte, desto mehr Strom erhielt das Gleissystem und desto schneller fuhr die Lokomotive. Man konnte Geschwindigkeit und Fahrtrichtung einer Lokomotive steuern. Sobald eine zweite Lokomotive auf die Gleise gesetzt wurde, verhielt sie sich genauso wie die erste. Beide fuhren gleichzeitig an, bremsten und beschleunigten synchron.

Wenn man nun mehrere Lokomotiven unabhängig voneinander betreiben wollte, musste man besondere Techniken wählen. Eine Möglichkeit bestand darin, einen Zug über die Schienen mit Strom zu versorgen, einen anderen über eine Oberleitung. Das ging natürlich nur mit Elektroloks und setzte eine aufwändige Elektrifizierung der Modellbahn voraus. Ein Aufwand, den viele Modellbahner meiden.

Es sind natürlich auch komplett voneinander getrennte Gleissysteme denkbar. In der Regel hat man sich aber mit Stoppabschnitten, die per Schalter stromlos gesetzt werden können, beholfen. Diese lassen sich z.B. gut in Abstellgleise oder auf Bahnhöfen einsetzen. So können Züge wechselseitig und bedingt gleichzeitig gesteuert werden. Eine bequemer Mehrzugbetrieb mit wirklich unabhängeigen Zügen ist so aber nicht möglich.

Hier setzt die Digitaltechnik ein. Die Fahrtrichtung und Geschwindigkeit der Lokomotiven ist nicht mehr von der am Gleis anliegenden Stromstärke abhängig. Die bleibt immer gleich. Die Signale, ob eine Lok stehen oder fahren soll, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit, werden über die Schienen digital an jede Lok einzeln übermittelt. Somit können diese auf einem Gleis in einem Stromkreis völlig unabhängig voneinander fahren. Im Märklin Digital-System können so bis zu 80 Lokomotiven auf einer Anlage gesteuert werden.

Auch weitere Annehmlichkeiten bietet die Digitaltechnik. Zusatzfunktionen wie z.B. Tonsignale oder Kupplungen können digital gesteuert werden, die Zugbeleuchtung bleibt auch dann an, wenn der Zug hält oder Rauchgeneratoren für Dampfloks können gesteuert werden. Auch die Verkabelung unter der Anlage wird auf ein Minimum reduziert, wenn Weichen und Signale digital gesteuert werden.

Mehr Informationen zu den digitalen Startsets von Märklin finden Sie auf www.maerklin.de.

von Ulrich Strelzing, wissen.de
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