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Individualität und Gestaltungsfreiheit beim Eigenheim

Gegenüberstellung verschiedener Bauvarianten

Ein Haus mit Vorgarten und weißem Gartenzaun - ein Traum, der altbacken klingt, heutzutage aber immer noch beliebt ist. Laut Statista planten im Jahr 2013 2,39 Millionen Personen, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine gebrauchte Immobilie zu kaufen; 1,4 Personen wollen einen Neubau kaufen und diesen entweder in traditioneller oder in Fertigbauweise realisieren.
 
 
Bauherren, die sich dem eigenen Bau der Immobilie gegenüber sehen, stehen vor vielen Fragen. Eine davon lautet, wie der Bau am besten realisiert werden kann. Einige der Interessierten am Eigenheim haben sich diese Frage schon beantwortet: Sie wollen ein Fertighaus. Diejenigen, die sich für die traditionelle Bauweise entschieden haben oder sogar noch gar nicht genau wissen, was sie bevorzugen, haben die Wahl zwischen verschiedenen Varianten, die alle ihre Vor- und Nachteile bieten. Ein Vergleich hilft, die Entscheidung zu treffen. Da die Gestaltungsmöglichkeiten des Eigenheims bei den meisten zu den wichtigsten Faktoren zählt - immerhin soll ein Zuhause geschaffen werden, in dem sich die gesamte Familie wohlfühlt -, wird der Vergleich in Hinblick auf die Individualität der Häuser geführt.
 
1. Varianten des Hausbaus
Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, wie Bauherren die Errichtung ihres Hauses realisieren können. Alle vier bieten verschiedene Vor- und Nachteile, vor allem in Bezug auf die Gestaltungsfreiheit. Dabei ist aber eines zu bedenken: In diesem Vergleich wird nur die Individualität direkt beim Bau miteinander gegenübergestellt. Durch sich verändernde Anforderungen - ein drittes Kinderzimmer oder ein barrierefreier Umbau -, ist es manchmal nötig, Jahre nach dem Bau das Haus erneut individuell anzupassen. Diese Variationen sind bei allen Haustypen möglich, auch bei einem Fertighaus. Diese Anbauten stehen aber beim Bau nicht zur Debatte. Wer direkt ein individuelles Haus haben möchte, muss sich daher die Angebote genau anschauen, um seine Wünsche umsetzen zu können und trotzdem einen guten Preis zu erhalten. Der Hausbau kann schnell einige Hunderttausend Euro kosten, wenn die Bauherren nicht genau wissen, was sie wollen und überflüssiges streichen.
 
Gestaltungsfreiheit beim Eigenheim

Es gibt verschiedene Varianten, den Hausbau zu realisieren.

 
1.1 Individueller Bau mit einem Architekten
Ein Architekt plant das Traumhaus für den Bauherren. Er weiß um all die Tücken, die zu beachten sind und steht einem deswegen mit Rat und Tat zur Seite. Diese Berufsgruppe realisiert nicht nur große Projekte für Unternehmen, sondern auch die Häuser in der Nachbarschaft. Es ist daher keineswegs ungewöhnlich, mit einem Architekten zusammen sein Traumhaus zu entwerfen und die meiste Arbeit sozusagen in Eigenregie zu erledigen.
 
Möglichkeiten der Gestaltung
Einer der Vorteile beim Bau mit einem Architekten sind die freien Gestaltungsmöglichkeiten. Der Bauherr kann dem Planer detailliert sagen, was er sich wünscht - und bekommt dieses Haus genauso vorgesetzt. Zusammen wird der Plan dann angepasst und verbessert, damit am Ende das Traumhaus entsteht. Der Mitbestimmungsgrad ist daher sehr hoch - allerdings bedeutet dies auch eine „starke Belastung durch hohe Eigenverantwortung bzgl. des Bauablaufs“, wie aktuelle-bauzinsen.de beschreibt. Der Bauherr muss sich selbst auf der Baustelle einbringen und immer präsent sein - er ist der Ansprechpartner für Fragen und Probleme. Dieser Verantwortung muss sich der Bauherr gewachsen fühlen, wenn er einen Architekten mit der Planung seines Hauses beauftragt.
 
Kommunikation mit den Handwerksbetrieben
Die Handwerksfirmen werden direkt vom Bauherrn beauftragt. In den meisten Fällen steht ihm der Architekt beratend zur Seite, da dieser oft schon mit einigen der Unternehmen zusammengearbeitet hat. Die Kommunikation bei Problemen findet aber über den Häuslebauer statt - der Architekt hat keine Entscheidungsbefugnis über die Handwerker. Mit jeder Firma wird ein gesonderter Vertrag abgeschlossen, in dem genau festgehalten wird, welche Arbeiten die Mitarbeiter zu erledigen haben. So kann sich der zukünftige Eigenheimbesitzer sicher sein, dass an alles gedacht wird und er im Zweifelsfall auf die Ausführung einer bestimmten Arbeit beharren kann, ohne dass dafür Mehrkosten anfallen.
 
Finanzieller Rahmen
Einen Festpreis wird einem kein Architekt machen können. Stattdessen gibt es eine Kostenschätzung, die zu Beginn der Planung angefertigt wird. Leistung und Honorar des Architekten sind immer nachzuvollziehen - ein wichtiger Punkt für viele Bauherren, damit sie ihre Ausgaben transparent aufschlüsseln können. Wird der Sachverwalter von Anfang bis Ende in Anspruch genommen, fallen etwa 10% der Baukosten als Honorar an; dies ist gesetzlich durch die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) geregelt. Um bei den Handwerkerbetrieben außerdem zu sparen, kann der Bauherr einige Dinge in Eigenleistung vollbringen; das Verputzen der Wände etwa oder die Verlegung des Fußbodenbelags. Eine gewisse Erfahrung in den einzelnen Aufgaben, die sich der Häuslebauer zutraut, ist aber wichtig - wenn sich der Bau deswegen verzögert oder die Handwerker bei falscher Einschätzung der eigenen Fähigkeiten die Aufgaben doch mit übernehmen müssen, können zum Teil hohe Mehrkosten anfallen. Der finanzielle Rahmen lässt sich daher nicht generell festlegen; es ist möglich, ein Architektenhaus günstig zu bauen, genauso kann es aber auch sehr kostspielig werden.
 
Gestaltungsfreiheit beim Eigenheim

Pro- und Contra-Argumente des Hausbaus mit einem Architekten

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