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Irrtum der Technik: Benzinverbrauch

Die These: Den Motor sollte man an der Ampel anlassen. Schließlich ist der Benzinverbrauch beim Anlassen höher als die Ersparnis durch den ausgeschalteten Motor.

Alexander Stahr

Dies ist schlichtweg falsch. Bereits kürzeste Ausschaltzeiten sparen Energie und somit Geld. Im ARD-Magazin Plusminus wurde dies einmal eindrucksvoll demonstriert. Am Auspuff eines Autos wurde ein Ballon befestigt. Dann lief der Motor eine Minute im Leerlauf. Der Ballon wurde prall gefüllt.

Im nächsten Versuch wurde der Motor innerhalb einer Minute 15 Mal gestartet und ausgeschaltet. Ergebnis: Der Ballon füllte sich nur zur Hälfte. Der Startvorgang verbraucht also nicht viel Benzin und produziert daher auch nicht mehr Schadstoffe.

Den Motor auszuschalten lohnt sich bereits ab einer Standzeit von 20 Sekunden. Die hat man an vielen Ampeln und im Stau erst recht. Drei Minuten im Leerlauf verbrauchen ebenso viel Benzin wie ein Kilometer Fahrstrecke bei 50 Stundenkilometern. Der Anlasser nimmt bei häufigem Ab- und Anschalten keinen Schaden.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat übrigens ein Eco-Driving-Programm entwickelt. Dies ist ein Fahrtraining im realen Straßenverkehr, bei dem speziell ausgebildete Trainer Tipps für eine optimale Fahrökonomie geben. Ziel des Programms ist es, einen ökonomischen, umweltverträglichen und zudem entspannten Fahrstil zu erlernen.

Durch viele kleine und einfache Tricks lassen sich im Durchschnitt 25 Prozent Kraftstoff einsparen. Entsprechend geringer ist natürlich auch der Ausstoß von Schadstoffen. Und den Geldbeutel freut`s.

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