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Kfw-Häuser: Klimafreundlich leben

Nachhaltigkeit und Klimaschutz – das sind auch beim Hausbau große Trends. Energiesparhäuser werden sogar vom Staat bezuschusst. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt für besonders verbrauchsarme Wohngebäude einen Kredit samt Tilgungszuschuss. Lesen Sie hier, welche Kfw-Standards es gibt, welche Förderungen der Staat bietet und wie Häuslebauer vorgehen können.

Solar-Panels auf Hausdach
Photovoltaik-Anlagen sind nur eines der geförderten Features eines Kfw-Hauses.
Was sind Kfw-Häuser und welche Standards gibt es?

Je nachdem, wie viel Primärenergie ein Neubau einspart, unterscheidet die Kreditanstalt für Wiederaufbau unterschiedliche Kfw-Standards. Sie reichen von Kfw-70 bis Kfw-40-Effizienhäusern. Die Ziffer gibt an, wie viel Primärenergie im Vergleich zu einem Standardhaus derselben Größe und Beschaffenheit verbraucht. Ein Kfw-40-Haus zum Beispiel benötigt nur noch 40 Prozent der Energie eines Vergleichshauses. Manche Bauunternehmen wie Viebrockhaus bauen bereits im Kfw-40-Plus-Standard. Diese Häuser verfügen über stromerzeugende Anlagen und Stromspeicher, sodass sie fast schon energieautark funktionieren. Auch bei Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine Kfw-Förderung möglich, insofern damit ein geringerer Energieverbrauch verbunden ist.

Welche Förderungen gibt es für Kfw-Effizienzhäuser?

Je energiesparender das Haus, desto größer fällt die Kfw-Förderung aus. Für die Bauweise KfW 40 Plus gibt es ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 100.000 Euro und 15 Prozent Tilgungszuschuss. Die Kredithöhe beträgt auch für Kfw-Häuser 40 und 55 ebenfalls 100.000 Euro, die Tilungszuschüsse liegen bei 10 und 5 Prozent. Für den Kfw-70-Standort sind immerhin noch 50.000 Euro Kredit drin, der Zuschuss entfällt aber. Die Kriterien, die für einen Förderantrag bei der Kfw-Bank erfüllt werden müssen, sind relativ komplex. Falls Privatpersonen nicht mit einem Bauunternehmen zusammenarbeiten, die eigene Experten dafür haben, empfiehlt die Kfw einen Energieeffizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes

Der höchste Energiespar-Modus: Kfw-40-plus-Häuser

Der innovativste Standard, der auch staatlich am höchsten gefördert wird, ist Kfw-40-plus. Diese Effizienzhäuser produzieren mehr Energie als sie verbrauchen und sind daher unabhängig von externen Energiequellen. Mit Hilfe folgender Elemente kann der 40-plus-Standard erreicht werden:

  • Hochwertige Dämmung
  • Anlagen zur Energiegewinnung wie Photovoltaik-Anlagen und/oder Erdwärmepumpen
  • Energiespeicher wie Hausbatterien
  • Wärmerückgewinnungsanlagen 
  • Smarte und effiziente Steuerung der Wärme- und Lüftungsanlagen

Der Bau eines 40-plus-Energieeffizienzhauses ist mit wesentlich höheren Investitionskosten verbunden, was sich aufgrund der fehlenden monatlichen Strom- und Gaskosten aber rasch amortisieren kann.

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