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Welche Alternativen zur Haartransplantation sind empfehlenswert?

Viele Männer und auch manche Frauen leiden unter schütterem Haar. Trotz der Fortschritte der Medizin gibt es noch kein Geheimrezept für langfristig volles Haupthaar. Doch eine Haartransplantation ist nicht der einzige Ausweg.

Junger Mann mit blondem, gescheiteltem Haar
Wohl dem, der noch volles Haupthaar hat, denn trotz aller medizinischen Fortschritte gibt es noch kein Rezept, das zuverlässig vor Haarausfall schützt.
Das Thema Haarausfall ist gründlich untersucht worden. So ist etwa bekannt, dass weiße Männer schneller Geheimratsecken und eine Platte bekommen als etwa asiatische oder afrikanische. Mit 50 Jahren ist bereits die Hälfte aller Männer davon betroffen. Die Ursachen sind meist individuell und trotz aller Statistiken noch nicht endgültig geklärt. In vielen Fällen ist ein Stoffwechselprodukt des Testosteron für das schwindende Haupthaar verantwortlich. Doch was können betroffene Männer tun? Zunächst einmal sollte man mit sanften Mitteln versuchen, den Haarausfall zu stoppen.

Natürliche Mittel gegen schwindendes Haupthaar

Mehr als 40 verschiedene Mittel gegen Haarausfall haben Apotheken und Drogerien durchschnittlich im Sortiment. Doch die Kraft der Natur sollte nicht unterschätzt werden, wenn es um Alternativen zur Haartransplantation geht. Als beste natürliche Mittel gegen Haarausfall gelten folgende:

Die Brennnessel: Sie wurde schon von unseren Großmüttern gegen schwindendes Haupthaar eingesetzt und versorgt die Kopfhaut und Haarwurzeln mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Ein Haarwasser aus Brennnessel kann man selbst herstellen. Natürlich brennt es nicht, wenn es auf die Kopfhaut aufgetragen wird.

Der Bockshornklee: Der Samen des Bockshornklees enthält bestimmte Vitamine und viel Eisen und versorgt so den Körper von innen mit Stoffen, die ihm anscheinend fehlen. Die Wirksamkeit gegen Haarausfall ist durch mehrere Studien belegt.

(für Frauen) Die Traubensilberkerze: Diese Pflanze hat östrogenähnliche Eigenschaften und hilft dadurch besonders den Frauen, deren Haar aus hormonellen Gründen in den Wechseljahren dünn und schütter wird. Zusätzlich kann diese Pflanze den Blutzucker senken, Hitzewallungen reduzieren und Verkrampfungen lösen. Mit Nebenwirkungen ist bei diesen pflanzlichen Heilmitteln nicht zu rechnen.

Das Arganöl: das Schöne an diesem Öl ist, dass es nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich angewendet werden kann. Seine Wirksamkeit kommt durch seine ungesättigten Fettsäuren und das Vitamin E zustande. Es soll nicht nur gegen Haarausfall, sondern auch gegen Krebs und zusätzlich antioxidativ wirken.

Doch welches der Mittel soll man einnehmen, um den Haarausfall zu stoppen? Wer auf natürliche Wirkstoffe setzt, geht davon aus, dass dem Körper bestimmte Stoffe fehlen oder dass er sich in einem sonstigen Ungleichgewicht befindet, was zum Verlust der Haardichte führt. Man(n) kann also zunächst bei seinem Arzt oder Heilpraktiker ein Blutbild und einen Hormonstatus erstellen lassen. Dann fällt die Entscheidung leichter, welches Mittel man versuchen möchte.

Auch eine Umstellung der Ernährung kann eine positive Wirkung auf die Haardichte haben. Denn bewusstes Essen und Trinken kann die Belastung des Körpers mit unerwünschten Stoffen senken und seine Versorgung mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen sichern. Auch hier gilt jedoch: Man muss etwas herum probieren, bis man seine individuelle Lösung findet.

Wenn diese natürlichen und nicht-invasiven Methoden nicht mehr helfen, dann ist für viele Männer eine Haartransplantation die letzte und beste Lösung. Doch eine solche Transplantation, bei der eigene Haare an die kahlen Stellen verpflanzt werden, ist kostenintensiv und kann schmerzhaft sein. Zudem kann es lange dauern, bis optisch die gewünschte Wirkung erzielt wird. Gut zu wissen, dass es noch einige Alternativen zur Haartransplantation gibt, die hier in der Übersicht zu finden sind.

Die medikamentöse Behandlung gegen Haarausfall

Die beiden Mittel Minoxidil und Finasterid werden von Ärzten erfolgreich gegen erblich bedingten Haarausfall eingesetzt. Minoxidil ist ein Mittel gegen Bluthochdruck und stoppt den Ausfall, ebenso wie Finasterid. Allerdings wachsen keine neuen Haare an den kahlen Stellen. Es kann leider zu erheblichen Nebenwirkungen wie dem Verlust der Libido und (dauerhaften) Störungen der Potenz kommen. Zudem wurde beobachtet, dass nach dem Absetzen der Mittel der Haarausfall umso drastischer fortschritt. Diese Medikamente sind also mit Vorsicht und nach Absprache mit einem Arzt einzusetzen.

Die Haarimplantation als Alternative zu Haartransplantation

Bei einer Haarimplantation werden künstliche Haare anstelle der eigenen eingepflanzt. Das hat den Vorteil, dass die umständliche und schmerzhafte Prozedur des Entfernens der Haare samt Wurzel entfällt, die zudem am Leben gehalten werden müssen. Eingesetzt wird meistens das sogenannte NIDO Kunsthaar, das fest mit der Kopfhaut verankert wird. Das Föhnen und Sonnenbaden, das Kämmen und das normale Frisieren ist mit diesen künstlichen Fasern, die sich optisch sehr gut einpassen, kein Problem. Da es sich jedoch um einen Fremdkörper handelt, kann es durchaus ein, dass der Körper Abstoßungsreaktionen zeigt.

Die Pigmentierung der kahlen Kopfhaut

Zwar kann man keine Haare tätowieren, doch man kann mit speziell entwickelten Methoden die Illusion von vollem, jedoch rasiertem Haar erzeugen. Dafür wird die Kopfhaut mit einem nicht permanenten Mittel tätowiert und verdunkelt. Es sieht dann so aus, als ob die fehlenden Haarpigmente auf dem Kopf noch vorhanden sind. Diese Methode ist recht einfach, muss jedoch regelmäßig nachgebessert werden.

Sein Los akzeptieren

Schlussendlich gibt es noch eine kostengünstige und häufig angewandte Methode als Alternative zu Haartransplantation: Man(n) akzeptiert einfach, dass das Haupthaar nicht mehr so üppig und voll ist wie in früheren Zeiten. Viele Männer rasieren sich einfach den Kopf und lassen sich dafür einen Bart stehen. Gut, dass der Vollbart in der letzten Zeit wieder im Kommen ist und von vielen, gerade jungen Leuten als trendy angesehen wird.

Auch wegen der Karrierechancen muss man sich keine großen Sorgen machen. Eine Glatze ist – im Gegenteil zu übergekämmtem Resthaar – kein Karrierekiller, wie man vielleicht befürchten könnte. Im Gegenteil werden kahle Männern als besonders maskulin und führungsstark eingeschätzt, wie eine Studie zeigte. Für viele Männer kann es also ein Alternative sein, zum Trimmer oder Rasierer zu greifen und dem Haarausfall auf die Sprünge zu helfen.

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