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Lawinenkunde

Disziplinen der Geowissenschaften unter der Lupe

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Lawinen sind katastrophenartige Schneeabgänge. Lawinenkunde beschäftigt sich mit der Art, Entstehung und räumlichen Verteilung von Lawinen. Wann eine Schneedecke in Bewegung kommt, hängt ab von Schneeart, Schneemächtigkeit, Witterung und Hangneigung.

Lawinen sind in allen Hochgebirgen eine weit verbreitete Erscheinung und auch ein wesentlicher Gestaltungsfaktor der Landschaft. Sie stellen einerseits ein faszinierendes Naturphänomen dar. In besiedelten oder touristisch erschlossenen Berggebieten können sie andererseits zur alles zerstörenden und todbringenden Kraft werden. Jeden Winter sterben an die 100 bis 200 Personen in einem Lawinenabgang den so genannten „Weißen Tod“. Zudem werden Siedlungen verschüttet, Wälder zerstört und Verkehrswege unterbrochen. Die klassischen Katastrophenereignisse bedrohen den alpinen Siedlungsraum. Trauriges Beispiel in jüngster Zeit sind die Lawinenabgänge des Jahres 1999, als nach extremen Schneefällen im gesamten Alpenraum an die 100.000 Personen eingeschlossen waren, und bei zahlreichen Lawinenabgängen 70 Menschen starben, 38 allein im Tiroler Galtür. Die meisten der tödlichen Lawinenunfälle verlaufen allerdings durch Leichtsinn oder Unachtsamkeit beim Skifahren (zum Beispiel Variantenfahren jenseits der markierten Skipisten) oder beim Skitourengehen.

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