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Ablass

in der katholischen Kirche seit dem 6. Jahrhundert der Nachlass öffentlicher Kirchenbußen, seit dem 11. Jahrhundert auch die Tilgung zeitlicher Sündenstrafen bei vorangehender Bußgesinnung des Sünders. Im Spätmittelalter trat an die Stelle einer nachgelassenen Bußstrafe oft eine Almosenspende, die dann von der Kirche als Geldquelle missbraucht und theologisch missdeutet wurde (Ablasshandel). Daran entzündete sich die Kritik der Reformation, die den Ablass schlechthin verwarf.

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