Lexikon
australische Musik
Die Musik der Ureinwohner Australiens kennt als Klangwerkzeuge neben dem Körperschlag u. a. Rasselgehänge, geschwungene Pflanzenbüschel, Gegenschlagstäbe, Schwirrhölzer sowie das Didgeridoo, ein hölzernes, rohrartiges Blasinstrument – Gegenstände, die eher eine magische Wirkung ausüben sollten als Musik zu erzeugen. Entsprechend gibt es die ebenfalls im Kult beheimateten Sprechgesänge, die von allen an der Kulthandlung Beteiligten zusammen ausgeführt werden.
Über die eigentlichen Ursprünge eines neuzeitlichen Musiklebens entsprechen dem abendländischen fehlen genaue Angaben vor 1836. Ein geregeltes Musikleben nach englischem Muster blühte in den Städten erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert auf. Heute ist Australien, was die moderne Musik betrifft, weitgehend mit Neuseeland verbunden. Auch haben beide Länder die englische Tradition in Schulmusik und Chorvereinigungen übernommen. Die wichtigsten Orchester werden von den Rundfunkanstalten unterhalten. Bedeutende Sängerinnen sind Nellie Melba und Joan Sutherland. In den Kompositionen australischer Komponisten sind keine gemeinsamen nationalen Züge zu erkennen. Bekannt geworden sind u. a. Percy Grainger (* 1882, † 1961), Margaret Sutherland (* 1897), John Antill (* 1904), R. Hanson (* 1913), Richard Meale (* 1932) und Nigel Butterley (* 1935), Jennifer Fowler, Brian Howard.
Das Didgeridoo ist heute auch in Europa bekannt und hat den Weg bis in die New-Age-Szene gefunden. Seit den 1960er Jahren gibt es das Aboriginal Land Rights Movement, das auf musikalischer Ebene in Mischformen zwischen einheimischer und weißer Musik dem wiedererstarkten Selbstbewusstsein Ausdruck verleiht; bekannt wurde etwa die Gruppe Yothu Yindi. Im Bereich der modernen Rock- und Pop-Musik ist die international erfolgreiche Hardrockband AC/DC zu nennen.
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