Lexikon
Auswanderung
Emigrationfreiwilliges, dauerndes oder zeitweises (Zeitwanderung) Verlassen des Heimatstaates, oft aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen.
Größere Auswanderungsbewegungen waren in früherer Zeit die Völkerwanderung, die Besiedlung Ost- und Südosteuropas, in den letzten zwei Jahrhunderten die Besiedlung der überseeischen Gebiete durch Auswanderer vorwiegend aus England, Irland, Deutschland, Italien, Osteuropa, Japan und China (Auswanderungsländer). Von 1830–1930 sind etwa 6 Mio. Deutsche nach Übersee ausgewandert, 1854 (Höhepunkt der deutschen Auswanderung) allein 251 000 nach den USA. Nach 1945 wuchs in Deutschland und Europa der Auswanderungswille, dem aber die niedrigen Einwanderungsquoten der Einwanderungsländer hemmend gegenüberstanden.
In heutiger Zeit herrscht ein besonders hoher Einwanderungsdruck auf den Süden der USA (aus Mexiko und Südamerika sowie Südostasien), auf Westeuropa (aus Afrika, Osteuropa und Asien) sowie auf die Golfstaaten (aus Süd- und Südostasien).
Beratungsstellen für Auswanderer werden in Deutschland vom Bund (Bundesverwaltungsamt, Köln), von den Ländern, der evangelischen und katholischen Kirche sowie von Wohlfahrtsverbänden unterhalten.
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