Lexikon

Berlioz

[
bɛrˈljo:z
]
Louis Hector, französischer Komponist und Musikschriftsteller, * 11. 12. 1803 La-Côte-Saint-André, Département Isère, † 8. 3. 1869 Paris; Schüler von J. F. Le Sueur und A. Reicha; Konzertreisen durch Deutschland, Österreich und Russland; begründete die Programmmusik und verwandte Klangfarben einzelner Orchesterinstrumente als Ausdrucksmittel; schuf mit dem in allen Sätzen wiederkehrenden Kernthema (idée fixe) der „Symphonie fantastique“ 1830 eine Vorform des Wagner’schen Leitmotivs. Sinfonische Dichtungen („Harold in Italien“ 1834; „Romeo und Julia“ 1839); schrieb außerdem Opern („Benvenuto Cellini“ 1838; „Béatrice et Benedict“ 1862), Oratorien („La damnation de Faust“, dt. „Fausts Verdammung“ 1845/46; „L’Enfance du Christ“ 1850–1854), Chorwerke (Requiem 1837) und Lieder; zahlreiche musiktheoretische Schriften, u. a. eine Instrumentationslehre (mehrfach bearbeitet, u. a. von R. Strauss) und die Autobiografie „Mémoires“ 1870.
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