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Zwei Kapitäne, die See und das Glück

„Ich habe keine Ahnung, wo das liegt“, hatte mein Freund Florian gesagt, „aber ich freu‘ mich darauf!“ Vier Tage Mecklenburg-Vorpommern hatte ich ihm vorgeschlagen. Zum Abschalten. Und Seeluft tanken. Seit vier Monaten lebte und arbeitete er nun schon in Frankfurt. Nach acht Jahren in London. Ein Wiener in Deutschland, der von der ostdeutschen Küste so viel wusste, wie ich von der Rax oder den Tiroler Alpen: verschwindend wenig.  Nun also Mecklenburg-Vorpommern. Ein verlängertes Wochenende. Mit Start in Hamburg.

von wissen.de-Redakteur Michael Fischer

Michael Fischer

Vom Flughafen geht es durch den Norden der Hansestadt auf die Autobahn, die uns bald auf die A20 bringt. Mein Freund Florian schaut stumm nach draußen. Nördlicher als Frankfurt war er noch nie, gesteht er mir. Umso größer sei seine Vorfreude. Bis Warnemünde, unserer ersten Station, hören wir die ersten Kapitel von Francois Lelords „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“. Und irgendwie hoffen wir beide, dass wir auf unserer Reise etwas davon mitbekommen.   

 

Die Hohe Düne

„Zur Yachthafenresidenz nehmen Sie am besten die Fähre“, empfiehlt mir die Frau am Hafen. „Ein Schiff, das ist schön“, sagt mein Freund Florian. Und schon rollen wir auf die Fähre. Nach kaum 15 Minuten sind wir auf der anderen Seite. Und wenig später stehen wir in der Hotellobby. „Willkommen in der Yachthafenresidenz Hohe Düne“, sagt die junge Frau an der Rezeption, „Sie haben die Captain’s Suite im Haupthaus mit Meerblick“. Als wir in unserer herrlichen 5-Sterne-Suite stehen, wissen wir: Unser Kurzurlaub hat begonnen und ein bisschen fühlen wir uns schon jetzt wie zwei Kapitäne.

Kaum eine Stunde später sind wir im Restaurant. Auch hier: mit Meerblick. Das warme Büffet ist hervorragend. Und nach sechs Gängen ist auch Florian am Ende. In der nahe liegenden Bar genießen wir noch einen Schlummertrunk. Und in der Nacht träume ich von einem Tag am Meer, ganz ohne Termine und ohne Stress.

 

Kapitäne auf Wohlfühlurlaub

Nach dem Frühstück gehen wir in den HOHE DÜNE SPA. In unserem Arrangement "Klassik“ ist eine „Aroma Relax Rückenmassage“ inbegriffen. Nach einer halben Stunde kommt mir Florian in dem mit dunklen Hölzern geschmackvoll gestalteten Flur entgegen – irgendwie schwebend. „Das war wunderbar“, seufzt er, und ich nicke zustimmend. Nach dem Schwimmen haben wir einen Liegeplatz mit Blick auf die offene See. Einfach herrlich! Hier wollen wir nicht mehr weg. Und doch drängt Florian am Nachmittag zu einem Lauf am Meer. Das ist zwar durch den Sand unglaublich anstrengend. Aber irgendwie sind wir beide so voller Energie, dass wir es gut 40 Minuten aushalten. „Ich habe einen Riesenhunger“, sagt Florian, als wir wieder zwei Kapitäne sind. Auch diesmal kann von karger Seemannskost keine Rede sein. Dennoch schaffen wir statt sechs Gänge nur fünf. Dafür am Ende eine unglaublich gute weiße Mousse au Chocolat. Und zuletzt gönnen wir uns in der Sport Bar, die ganz oben auf einem der vorgelagerten Häusern liegt, noch einen Cocktail. Und fühlen uns wie auf dem offenen Meer. 

 

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