Lexikon
Bhụtan
Wirtschaft und Verkehr
Gemessen an ökonomischen Größen gehört Bhutan zu den armen und wenig entwickelten Staaten. Der mit Abstand wichtigste Wirtschafts- und Handelspartner ist Indien. Die Wirtschaft basiert auf der Landwirtschaft; die kleinbäuerlichen Familienbetriebe dienen überwiegend der Selbstversorgung. Die Anbauflächen liegen stellenweise bis in 4000 m Höhe. In niedrigen Lagen wird Reis, ansonsten vor allem Mais, Weizen, Hirse und Gerste angebaut. Bei der Viehzucht dominiert in den Höhen über 2000 m das Yak.
Die wertvollsten Ressourcen des Landes liegen in den Waldbeständen und der reichlich vorhandenen Wasserkraft. Strom ist das bedeutendeste Exportprodukt. Die Erlöse fließen in die Entwicklung der Landwirtschaft und den Ausbau der Infrastruktur. Besonders das Verkehrsnetz ist noch lückenhaft. Noch immer sind Lasttiere wichtige Transportmittel. Die erste befestigte Straße wurde erst 1961 angelegt. Darüber hinaus wird eine flächendeckende Stromversorgung angestrebt, um den Einschlag von Brennholz deutlich zu vermindern. Zum Schutz der Wälder unterliegt die Holzwirtschaft strengen Auflagen.
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