Lexikon
Bụkarest
rumänisch BucureştiHauptstadt der Republik Rumänien in der Walachei, als Munizip 228 km2, 1,9 Mio. Einwohner; Erzbischofs- und Patriarchensitz (Primas der rumänisch-orthodoxen Kirche); Universität (1864), Technische Universität, Hochschulen für Musik, Handel, Kunst und Technik, Staatsbibliothek, Akademie der Wissenschaften, Nationaltheater, Staatsoper, Museen; winkelige Stadtanlage, von einigen Prachtstraßen gegliedert, Colţeakirche (18. Jahrhundert), Curtea Veche (16. Jahrhundert), Stavropoleoskirche, Patriarchiekirche, Konzertgebäude Athenäum (1888), Triumphbogen (1936), Schloss und Kloster Cotroceni (heute Sitz des Präsidenten, Museum); in den 1980er Jahren Abriss von Teilen der Altstadt für die Errichtung des Palastes des rumänischen Volkes; wichtigstes Handels- und Industriezentrum Rumäniens; Fahrzeug- und Maschinenbau, Metallverarbeitung, Textil- und Lebensmittelindustrie, chemische und elektrotechnische Industrie; Finanzwirtschaft, Börse; Messestandort; zwei Flughäfen.
Geschichte
Ursprünglicher Name Cetatea Dâmboritei, seit dem 15. Jahrhundert unter dem Namen Bukarest erwähnt und zeitweise, seit 1659 dauernd Hauptstadt der Walachei; häufig von Ungarn und Türken umkämpft. Im 19. Jahrhundert begann ein starker wirtschaftlicher Aufschwung. Nach dem Zusammenschluss von Moldau und Walachei zum Fürstentum Rumänien wurde Bukarest 1861 dessen Hauptstadt. Im 2. Weltkrieg wurde Bukarest z. T. zerstört. – Der Friede von Bukarest 1812 beendete den russisch-türkischen Krieg von 1806, Russland gewann Bessarabien. – Der Friede von Bukarest 1913 wurde nach dem 2. Balkankrieg geschlossen: Bulgarien musste Makedonien und die Dobrudscha abtreten; Griechenland erhielt Kreta; Albanien wurde selbständiges Fürstentum. – Im Frieden von Bukarest 1918 (zwischen den Mittelmächten und Rumänien) gewann Bulgarien die Dobrudscha zurück.
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