Lexikon
Churchill
Politische Laufbahn bis 1939
Der Sohn des konservativen Parteiführers Randolph Churchill und der US-Amerikanerin Jennie Jerome war Nachkomme des Herzogs von Marlborough. Seine Ausbildung erhielt er in Harrow und auf der Militärakademie Sandhurst. 1897/98 war Churchill Offizier und Kriegsberichterstatter in Indien und dem Sudan, 1899/1900 im Burenkrieg. Er begann seine politische Laufbahn 1900 als konservativer Abgeordneter, wechselte 1904 zu den Liberalen über, war mit 31 Jahren Unterstaatssekretär, mit 33 Jahren Handelsminister, kurz darauf (1910) Innenminister, wobei er die Sozialpolitik Lloyd Georges erfolgreich unterstützte.
Churchill stand als Erster Lord der Admiralität (seit 1911) bei Ausbruch des 1. Weltkriegs auf entscheidendem Posten, musste aber 1915 auf Druck der Konservativen im neuen Koalitionskabinett und nach dem Scheitern der hauptsächlich von ihm betriebenen Dardanellen-Offensive zurücktreten. Er nahm 1915/16 als Major und Oberstleutnant am Weltkrieg teil und wurde 1917 Munitionsminister ohne Kabinettsrang.
Als Kriegsminister (1919–1921) drängte er auf Unterstützung der weißrussischen Streitkräfte. 1922 trat er als Kolonialminister angesichts der Kritik an seiner Nahostpolitik zurück. Churchill verlor seinen Sitz im Unterhaus und schrieb seine Kriegserinnerungen („Die Weltkrisis“ 1924 ff.).
1924 ins Unterhaus gewählt, schloss er sich wieder den Konservativen an. 1924–1929 vertrat Churchill als Schatzkanzler eine strikt marktwirtschaftliche Politik, die den Problemen der britischen Wirtschaft nicht gerecht wurde. Nach dem Sieg der Labour Party 1929 blieb Churchill 10 Jahre lang Unterhausmitglied ohne Staatsamt. Die unfreiwillige Pause nutzte er zu Auslandsreisen, Vorträgen u. historisch-politische Arbeiten.
- Einleitung
- Politische Laufbahn bis 1939
- Kampf gegen das Hitler-Regime
- Nach dem 2. Weltkrieg
Wissenschaft
Kühlen per Festkörper
Elektrokalorische Materialien gelten als energiesparende Alternative zu heutigen Kühlmethoden. Nach zäher Grundlagenforschung kommen sie nun in Anwendungsnähe. von DIRK EIDEMÜLLER Die Welt wird heißer. Der Klimawandel sorgt bereits heute in einigen Weltregionen für unerträgliche Temperaturen. Und wenn die Prognosen recht behalten...
Wissenschaft
Relativistisch genau – Atomuhren messen Höhenunterschiede
Albert Einstein sagte voraus, dass die Zeit auf Bergen oder sonstigen Erhebungen schneller vergeht als im Tal – schuld sind die höhenbedingten Unterschiede in der Erdschwerkraft. Jetzt ist es Physikern gelungen, den winzigen Effekt der gravitativen Zeitdehnung für die Höhenmessung selbst weit voneinander entfernter Orte zu nutzen...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Quanten-Diamanten
Geheimnisse der Optik
Eine Fliege für die Forschung
Wenn die Marsluft vom Himmel fällt
Das Labor im All
Kernkraft, Kernkraft überall