Lexikon

cluniaznsische Reform

[
klu-
]
eine von der Abtei Cluny Anfang des 10. Jahrhunderts ausgehende Bewegung (besonders unter den Äbten Odo, Majolus, Odilo, Hugo), die eine Reform des Mönchtums erstrebte; die Grundlage des Klosterlebens ist die Benediktinerregel, jeder Laieneinfluss soll ausgeschaltet und eine enge Bindung an das Papsttum hergestellt werden. Die Klöster, die die cluniazensische Reform annahmen, bildeten eine Kongregation, innerhalb derer der Abt von Cluny große Machtbefugnisse hatte. Die Richtlinien der cluniazensischen Reform sind in den „consuetudines“ („Gewohnheiten“) enthalten, die unter Zurückdrängung der Handarbeit eine feierliche Liturgie und das Psalmengebet fordern, ferner den Kreuz- und Petruskult sowie Fürbitten für Verstorbene pflegen. Die cluniazensische Reform schuf den Boden, auf dem die gregorianische Reform wachsen konnte. Sie bildete die Voraussetzung für den Machtanspruch des Papsttums im Mittelalter (Investiturstreit).
hossenfelder_02.jpg
Wissenschaft

Diese Kolumne ist 100 Prozent natürlich!

Wir alle halten uns gerne für gute Menschen, also tun wir unseren Teil für die Umwelt. Oder zumindest tun wir so, als ob wir es täten. Das haben auch die Unternehmen bemerkt und kennzeichnen ihre Produkte daher als „umweltfreundlich“, „klimaneutral“ oder pappen zumindest einen schönen grünen Aufkleber mit einem Öko-Symbol darauf...

Pluto, Mond, Sonnensystem
Wissenschaft

Das Meer in Plutos Unterwelt

Als der sonnenferne Zwergplanet entstand, besaß er nicht nur viel Eis, sondern auch reichlich Wärme für einen Ozean aus Schmelzwasser. Dieses Tiefenmeer existiert vielleicht noch heute. von THORSTEN DAMBECK Am 14. Juli 2015 raste die Raumsonde New Horizons mit dem zehnfachen Tempo einer Gewehrkugel an Pluto vorbei. Es war das...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon