Lexikon
cluniazẹnsische Reform
[
klu-
]eine von der Abtei Cluny Anfang des 10. Jahrhunderts ausgehende Bewegung (besonders unter den Äbten Odo, Majolus, Odilo, Hugo), die eine Reform des Mönchtums erstrebte; die Grundlage des Klosterlebens ist die Benediktinerregel, jeder Laieneinfluss soll ausgeschaltet und eine enge Bindung an das Papsttum hergestellt werden. Die Klöster, die die cluniazensische Reform annahmen, bildeten eine Kongregation, innerhalb derer der Abt von Cluny große Machtbefugnisse hatte. Die Richtlinien der cluniazensischen Reform sind in den „consuetudines“ („Gewohnheiten“) enthalten, die unter Zurückdrängung der Handarbeit eine feierliche Liturgie und das Psalmengebet fordern, ferner den Kreuz- und Petruskult sowie Fürbitten für Verstorbene pflegen. Die cluniazensische Reform schuf den Boden, auf dem die gregorianische Reform wachsen konnte. Sie bildete die Voraussetzung für den Machtanspruch des Papsttums im Mittelalter (Investiturstreit).
Wissenschaft
Geistreiche Debatten mit smarten Maschinen
Künstliche Intelligenz hat unseren Alltag erreicht. Seit ein paar Monaten können wir mit eloquenten Computern diskutieren. Sie schreiben Gedichte und Aufsätze, malen und programmieren. Wohin wird das führen? Entstehen daraus hilfreiche Assistenten für lästige Büroarbeiten oder manipulative Fake-Maschinen? von ULRICH EBERL...
Wissenschaft
Nervenzellen unserer Haut sind vielseitiger als gedacht
Mindestens 16 verschiedene Typen an Nervenzellen kommen in unserer Haut vor. Zusammen bilden sie den menschlichen Tast-, Temperatur- und Schmerzsinn. Doch entgegen der bisherigen Annahme ist nicht ein spezialisierter Zelltyp für Schmerz und ein anderer für Berührungen, Kälte oder Hitze verantwortlich – vielmehr reagieren die...