Lexikon

Dampf

Dampf: Zustandsgrößen
Dampf: Zustandsgrößen von Wasserdampf bei Sättigung
DruckTemperaturWärmeinhaltVerdampfungswärme
barKkJ/kgkJ/kg
0,00981 279,852 5122 382
0,04905 305,752 5542 424
0,0981 318,652 5832 395
0,4905 354,052 6462 307
0,981 372,252 6752 257
4,905 424,252 7502 110
9,81 452,152 7752 018
49,05 535,852 7931 645
98,1 582,652 7261 327
220,7 620,352 11401
1 kritischer Punkt
allgemein ein Gas in der Nähe seiner Verflüssigung. Beim Übergang eines Stoffs vom flüssigen in den gasförmigen Zustand (Phase) besteht ein labiler Zwischenzustand, der von Druck und Temperatur (Siedepunkt) abhängig ist und bei geringem Wärmeentzug in die Flüssigkeitsphase (Kondensation), bei geringer Wärmezufuhr in die stabile Gasphase (überhitzter Dampf, bei Wasser oft Heißdampf genannt) übergeht. Diesen Zwischenzustand bezeichnet man als Dampf. In geschlossenen Gefäßen herrscht dabei Gleichgewicht zwischen den beiden Phasen; den vorhandenen Dampf nennt man gesättigt (speziell bei Wasser: Sattdampf, Nassdampf). Zur Überführung des Stoffs aus dem flüssigen in den dampfförmigen Zustand wird Energie, die Verdampfungswärme (eine latente Wärme), benötigt, die, im Gegensatz zum Verhalten eines Stoffs in einheitlichem Zustand, die Temperatur nicht erhöht, im Übrigen aber mit zunehmendem Druck abnimmt, um bei bestimmten Druck- und Temperaturverhältnissen ganz zu verschwinden (kritischer Punkt).
Wasserdampf ist für die Technik von großer Bedeutung; er dient zum Antrieb von Dampfmaschinen und Dampfturbinen sowie als Wärmeträger zum Heizen und Kochen. Das von Druck und Temperatur abhängige Phasengleichgewicht zwischen Flüssigkeit und Dampf, das für jeden Stoff kennzeichnend ist, wird häufig für chemische Verfahren ausgenutzt, besonders bei Destillation von Stoffgemischen.
Auch in der freien Atmosphäre ist stets Wasserdampf enthalten, der nahe dem Sättigungspunkt sich zu Nebel oder Wolken verdichtet und sich bei Wärmeentzug oder Druckfall als Tau oder Regen niederschlägt.
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