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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

Ablehnung

Absage, Nein, Abweisung, Zurückweisung, abschlägiger Bescheid, negative Antwort, Versagung, Weigerung, Verweigerung, Abfertigung, Niederlage, Debakel, Fiasko, Abfuhr; ugs.: Pleite, Blamage, Reinfall, Schlappe, kalte Dusche, Schiffbruch, Korb

Ablehnung: Die vielen Arten, Nein zu sagen

Die Ausdrücke für Ablehnung geben den unterschiedlichen Grad der Zurückweisung wieder, der auch durch Zusätze wie glatte Ablehnung, entschiedene Ablehnung, schroffe Ablehnung oder einstweilige/endgültige Ablehnung ausgedrückt werden kann. Absage und Nein sind ebenso neutrale Formulierungen wie negative Antwort. Ein abschlägiger Bescheid kommt in der Regel von einer Behörde. Bei der Abfertigung schwingen Konnotationen mit wie »kurz und knapp«, »brüsk« oder »unfreundlich«. Debakel und Fiasko sind in diesem Zusammenhang die stärksten Ausdrücke, die eine völlige Ablehnung beziehungsweise totale Niederlage bezeichnen. Das umgangssprachliche Wort Blamage steht oft für eine schmachvolle Ablehnung, die für den Betroffenen peinlich ist. Die Pleite ist der Wirtschaftssprache entlehnt, als Synonym für Ablehnung enthält sie die Bedeutung von Ansehensverlust oder Versagen.
Die umgangssprachlichen Redewendungen, die Ablehnung ausdrücken, sind allesamt bildhaft. Jemandem eine Abfuhr erteilen stammt aus der Welt des studentischen Fechtkampfs, der sogenannten Mensur. Wer verletzt war, wurde von seinem Sekundanten abgeführt: Der Sieger hatte ihm also eine Abfuhr erteilt. Die Konnotation von plötzlicher Ernüchterung gehört zu dem Ausdruck von der kalten Dusche, der mit der HitzeKälteMetaphorik spielt. Jemandem, der eine kalte Dusche abbekommt, wird ein Dämpfer aufgesetzt. Durch eine Ablehnung einen Schiffbruch erleiden heißt »scheitern«. Diese Meeresmetapher ist Ausdruck für eine persönliche Niederlage beziehungsweise Notlage.
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