Lexikon
Die Marx Brothers in der Oper
- Deutscher Titel: Die Marx Brothers in der Oper
- Original-Titel: A NIGHT AT THE OPERA
- Land: USA
- Jahr: 1935
- Regie: Sam Wood
- Drehbuch: George S. Kaufman, Morrie Ryskind, Al Boasberg, James Kevin McGuinness
- Kamera: Merritt B. Gerstad
- Schauspieler: Chico, Groucho und Harpo Marx, Allan Jones, Margaret Dumont
Die musikalische Filmgroteske »Die Marx Brothers in der Oper« präsentiert das amerikanische Komikertrio auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Es ist der erste Film der Marx-Brothers für die MGM und zugleich der erste Kinospaß ohne den jüngsten Bruder Zeppo.
Der Wechsel der Marx Brothers zu MGM hat eine Modifizierung der Dreharbeiten zur Folge: Anders als bei der Paramount, wo man den chaotischen Vier größere Freiheiten ließ, haben bei MGM genau kalkulierte Drehtermine und ein exakt aufgebautes Drehbuch oberste Priorität. Als Konzession an den Publikumsgeschmack werden auch Gesangsszenen eingebaut.
Der Film des routinierten Regisseurs Sam Wood hat im Wesentlichen zwei Handlungsstränge: Die drei Brüder wollen ihren Freund Ricardo (gespielt von Allan Jones) als Tenor lancieren und reisen – größtenteils als blinde Passagiere – von Genua nach New York. Groucho Marx als Otis K. Driftwood verhandelt mit der reichen Mrs. Claypool (Margaret Dumont in einer ihrer besten Rollen als Partnerin der Marx Brothers) über eine Investition in ein bankrottes Opernhaus.
Dies gibt den Rahmen ab für eine Reihe von klassischen Klamauknummern, allen voran die Szene in Grouchos winziger Schiffskabine: Obwohl sich dort außer ihm bereits drei »blinde Passagiere« aufhalten, ruft Groucho alle Stewards auf einmal herbei, wodurch der Raum schließlich überquillt vor Menschen. Turbulenter Höhepunkt dieses aufgrund seiner gelungenen Komposition von Bild- und Sprachkomik herausragenden Marx Brothers Films ist die Schlussszene in der New-Yorker Metropolitan Opera: Die drei Marx Brothers bringen eine Aufführung des »Troubadour« völlig durcheinander, bis ihr Freund endlich einspringen und sein großes Talent auf der Bühne der berühmten »Met« unter Beweis stellen kann.
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