Lexikon
empịrische Soziạlforschung
die systematische Entwicklung sozialer Tatbestände durch intersubjektiv nachvollziehbare Verfahren und Methoden wie Beobachtungsverfahren, Interview, Inhaltsanalyse, Soziometrie und Experiment. Bereits im 17. Jahrhundert zur Erklärung sozialer Massenerscheinungen angewandt, zielt die Erforschung sozialrelevanter Tatbestände auf objektive Gegebenheiten wie auf subjektive Einstellungen. Neben der Förderung wissenschaftlicher Erkenntnis werden politische u. kommerzielle Interessen verfolgt (Marktforschung, Meinungsforschung). Aufgabe der empirischen Sozialforschung ist es, bestimmte Theorien und Hypothesen über soziale Zusammenhänge zu überprüfen bzw. durch die Analyse sozialer Gegebenheiten die Entwicklung der Theorie zu fördern.
Wissenschaft
Wie das erste Lebensjahr die sozialen Erwartungen prägt
Das elterliche Verhalten hat einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Nachwuchses. Erfährt ein Säugling von klein auf liebvolle Zuwendung, baut er ein Urvertrauen auf und erwartet von anderen Menschen eher Gutes. Wann sich die Erwartungen der Babys allerdings formen, ließ sich bisher schwierig erforschen, da sich die...
Wissenschaft
Wenn die Marsluft vom Himmel fällt
Auf dem Roten Planeten schwankt die Ausdehnung der eisbedeckten Polkappen im Takt der Jahreszeiten. Die Wassereismassen sind ein Archiv für vergangene Klimazyklen. von THORSTEN DAMBECK Unter den acht Planeten im Sonnensystem gilt der Mars als besonders erdähnlich. Schon 1781 äußerte William Herschel die Vermutung, dass die im...