Lexikon
Ernst
Max, französischer Maler, Grafiker und Bildhauer deutscher Herkunft, * 2. 4. 1891 Brühl bei Köln, † 1. 4. 1976 Paris; gründete 1919 mit H. Arp und J. T. Baargeld die rheinische Gruppe „Dada W/3“ und half 1924 in Paris die surrealistische Bewegung mitbegründen. In den 1920er und 1930er Jahren schuf er eine neue grafische Technik für Bleistiftzeichnungen, die Frottage (Durchdruck- bzw. Abreibebilder), die er 1926 in seinem Album „Histoire naturelle“ erstmals zusamenfassend zeigte. Für die Malerei entwickelte er entsprechend die Technik der Grattage (Herauskratzen von Formen). 1941–1950 war Ernst in den USA, seitdem wieder in Frankreich. In seinem vielseitigen Schaffen (Buchillustrationen, Bühnenentwürfe, Filme, Plastiken) suchte Ernst die Grenzen zwischen Traumwelt und Wirklichkeit aufzuheben; das Unbewusste war für ihn sowohl Darstellungsbereich wie Triebkraft schöpferischen Gestaltens.
Ernst, Max
Max Ernst
© Corbis/Bettmann/UPI
- Deutscher Titel: Das goldene Zeitalter
- Original-Titel: L„AGE D„OR
- Land: Frankreich
- Jahr: 1930
- Regie: Luis Buñuel
- Drehbuch: Luis Buñuel, Salvador Dalí
- Kamera: Albert Dubergen
- Schauspieler: Gaston Modot, Lya Lys, Max Ernst
Der spanische Regisseur Luis Buñuel zeigt in seinem Film ein Liebespaar, das der bürgerlichen Gesellschaft den Krieg erklärt, weil es seine Zuneigung nicht ungestört ausleben kann. Mit dieser Geschichte von einer Liebe gegen alle Konventionen fordert Buñuel die bestehende Ordnung heraus: Ein Mann gibt seiner Gastgeberin eine Ohrfeige, weil sie einen Tropfen Wein auf seinem Anzug verschüttet hat, ein Vater erschießt seinen Sohn, weil er ihn beim Zigarettendrehen stört. Dabei werden diese Spielszenen immer wieder durch Dokumentaraufnahmen aus der Wochenschau oder Sequenzen eines Tierfilms über Skorpione unterbrochen. Buñuels Absicht, mit »diesem Film einen Skandal herbeizuführen«, erfüllt sich: Nach kurzer Vorführungszeit im Pariser Avantgarde-Kino »Studio 28« wird der Film verboten.
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