Lexikon
Eurọpa
Vor- und Frühgeschichte
Europa wird seit der Altsteinzeit von Menschen bewohnt, die sich – zunächst relativ gleichartig – immer mehr differenzierten und technisch weiterentwickelten, wie sich an der allmählichen Vervollkommnung ihrer Geräte abzeichnet. In der Altsteinzeit und in der nachfolgenden Mittelsteinzeit bildeten die Jagd und das Sammeln pflanzlicher Nahrung die Grundlage der Ernährung. Mit der Einwanderung der Träger der Bandkeramik vollzog sich bis etwa 2000 v. Chr. der Übergang zur produktiven Wirtschaftsweise: Ackerbau, Viehzucht, Töpferei, sesshafte Wohnweise. Noch in der Jungsteinzeit benutzten die Menschen erstmals Metall (Kupfer) für Geräte und Waffen. Durch die Verwendung von Bronze für Waffen, Geräte und Schmuck ist die folgende Bronzezeit im 2. Jahrtausend v. Chr. gekennzeichnet. Kulturelles Bindeglied zwischen den Hochkulturen des Vorderen Orients und Europa waren in dieser Zeit die minoische und die mykenische Kultur. Ein dichtes Netz von Handelswegen überzog Europa; Macht und Kaufkraft konzentrierten sich auf eine soziale Oberschicht kriegerischer Herren. – Gegen Ende dieser Epoche zeigten sich im 13. Jahrhundert v. Chr. Umformungen im gesamten Kulturgefüge Europas mit Ausnahme des Nordens, die zum Untergang der bronzezeitlichen Welt führten. In diese Zeit fällt auch die Einwanderung der Griechen in den südlichen Teil der Balkanhalbinsel.
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