Lexikon
formierte Gesellschaft
von dem Publizisten R. Altmann geprägtes Konzept einer polit. u. sozialen Ordnung, das Mitte der 1960er Jahre vom damaligen Bundeskanzler L. Erhard (CDU) in die öffentl. Diskussion gebracht wurde. In der formierte Gesellschaftn G. sollten nur Interessen existieren, die sich aus gemeinschaftl. Zielvorstellungen herleiten. Gegenläufige Tendenzen müssten durch eine starke staatl. Autorität gebremst werden. Charakteristisch für eine f. G. sollte Stabilität in allen relevanten Bereichen sein, die es allen gesellschaftl. Gruppierungen erleichtern würde, auf ihre jeweiligen Sonderinteressen zu verzichten. Ziel war demnach die Herausbildung eines starken, von Interessenverbänden unbeeinflusst handelnden Staates mit gemeinwohlorientierter Wirtschafts- u. Sozialpolitik.
H. Ehlert, H. Reichel, Die Zukunft der Demokratie. Erhards F. G. 1966. – R. Rytelewski, Die f. G. In: Der Politologe 20. 1966.
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