Lexikon
Fotografie
[griechisch]
Photographie; Lichtbildnerei; LichtbildkunstTechnik
Bei der Aufnahme entsteht mit Hilfe des Objektivs einer Kamera auf lichtempfindlicher Platte oder Film ein (meist verkleinertes) Bild, dessen Qualität in erster Linie von der optischen Güte des Objektivs abhängt (Linsensystem, Kamera). Der Bildausschnitt wird durch Sucher oder Mattscheibe festgestellt. Das Gelingen der Aufnahme hängt u. a. von Scharfeinstellung und richtiger Wahl der Blende und Belichtungszeit ab. Die Scharfeinstellung wird erreicht durch gekoppelten Entfernungsmesser im Sucher oder auf der Mattscheibe oder durch Abschätzen der Entfernung und Einstellung auf der Skala. Die erforderliche Belichtungszeit kann auf dem Belichtungsmesser abgelesen werden. Automatische Kameras haben mit dem Verschluss oder mit der Objektivblende gekoppelte Belichtungsmesser und schließen Belichtungsfehler aus.
Das Aufnahmematerial wird nach seinen Eigenschaften als ortho- oder panchromatisch (entsprechend seiner Emfindlichkeit für verschiedenfarbiges Licht) und in Universalfilm (Amateurfilm), Porträt-, Repro-, Röntgen-, Luftbild-, Infrarot-, Astrofilm u. a. unterschieden. Beim Schwarzweißfilm können durch Aufnahmefilter die Grauwerte einzelner Farben verändert werden. Konversionsfilter ermöglichen eine neutrale Farbwiedergabe des Farbfilms bei unterschiedlichen Farbtemperaturen. Bei Belichtungszeiten von mehr als 1/30 s empfiehlt sich ein Stativ zur Vermeidung von Verwacklungsunschärfe. Die lichtempfindliche Schicht (Bromsilbergelatine) registriert die Helligkeitsunterschiede des optischen Bilds, und es entsteht ein unsichtbares, entwickelbares Bild.
Wissenschaft
Schalltrichter und Fuchsgesichter
Wie ihre unterschiedlichen Evolutionswege Fledermäusen und Flughunden ins Gesicht geschrieben sind. Von RALF STORK Unter den Säugetieren ist die Gruppe der Fledermäuse einzigartig. Da ist die Sache mit dem Fliegen, klar. Das können Primaten, Nagetiere, Unpaarhufer und all die anderen nicht. Aber rein äußerlich betrachtet sind es...
Wissenschaft
Der Glaube ans Wasserklosett
„Glauben heißt nichts wissen“, wie mir mein ungläubiger Vater in den 1950er-Jahren eingehämmert hat, als seine Verärgerung über die christlichen Kirchen zunahm, deren Vertreter damals wie heute lieber die Hände falten und beten, statt die Ärmel aufzukrempeln und zu helfen. Wobei jedem auffallen wird, dass die Betenden ihr Gesicht...