Lexikon
Gạllien
Siedlungsgebiet keltischer Stämme, u. a. der namengebenden Gallier, zwischen Rhein, Atlantik, Pyrenäen und Alpen und in einem Teil Oberitaliens. Nach seiner Lage zu Rom unterschieden die Römer Gallia cisalpina (diesseits der Alpen), das heutige Oberitalien, von Gallia transalpina (jenseits der Alpen), dem heutigen Frankreich. Seit dem Anfang des 2. Jahrhunderts v. Chr. wurden die Gallier von den Römern zunächst in Oberitalien, dann besonders durch Cäsar 58–51 v. Chr. im sog. Gallischen Krieg unterworfen und romanisiert. Nach mehreren Unruhen und Aufständen im 1. Jahrhundert n. Chr. folgte eine lange Zeit des Friedens, die zu blühendem Handel und hohem Wohlstand führte. 258–277 bildete sich ein gallisches Sonderreich, das erst unter Aurelian dem Römischen Reich wieder angegliedert wurde. Das 4. Jahrhundert brachte den Einfall der Alemannen, Franken, Burgunder und Westgoten, was im 5. Jahrhundert zur Aufteilung Galliens unter diese germanischen Reiche führte.
Wissenschaft
Industrie-Abgase können lokalen Schneefall fördern
Von Industrieanlagen ausgestoßene Abgase verschmutzen nicht nur die Luft, sie können auch das Wetter verändern, wie Klimaforscher herausgefunden haben. Die ausgestoßenen Partikel fördern demnach die Eisbildung in den Wolken und erzeugen dadurch vermehrt Schneefall im Lee der Fabriken. Durch diese Niederschläge reduziert sich in...
Wissenschaft
»Von der Petrischale bis zum Acker«
Mikroplastik, Lärmverschmutzung, Trockenstress: Im Interview erzählt Matthias Rillig, wie er die Auswirkungen des globalen Umweltwandels auf unsere Böden erforscht. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Herr Prof. Rillig, was verstehen Sie unter den sogenannten Global-Change-Faktoren? Es gibt drei Kriterien: Diese Faktoren sind...