Lexikon
Gambettạ
[gãbɛˈta]
Gambetta, Léon
Léon Gambetta
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Widerstand den deutschen Horden!
Widerstand den deutschen Horden!
Gegen den von Jules Favre am 28. 1. 1871 mit Deutschland abgeschlossenen Waffenstillstandsvertrag von zunächst 21 Tagen proklamierte Gambetta am 31. 1. 1871 erfolglos den Widerstand bis zum Äußersten (Auszug):
Die Fremden haben Frankreich die grausamste Beleidigung zugefügt, welche unserem Volke in diesem unglücklichen Kriege, der uns eine übermäßige Züchtigung für unsere Irrtümer und Schwächen auferlegte, zu ertragen beschieden war. Das uneinnehmbare Paris hat, getrieben durch den Hunger, die deutschen Horden nicht länger von sich abhalten können ...
Franzosen, gedenken wir unserer Väter, welche uns Frankreich als einen kompakten und unteilbaren Staat hinterlassen haben. Hüten wir uns davor, die Geschichte zu verraten und unseren ererbten Besitz in die Hände der Barbaren übergehen zu lassen ...
Wir werden wieder erstarken und die Fremden verjagen. Um dieses heilige Ziel zu erreichen, müssen wir unsere Herzen, unser Wollen und unser Leben hingeben, und wir dürfen nicht davor zurückschrecken, das schwerste Opfer zu bringen und vielleicht unser Bestes einzubüßen.
Wir müssen uns alle um die Republik scharen und vor allem kaltes Blut und Festigkeit bekunden, weder Schwächen noch Leidenschaften dürfen wir uns hingeben. Schwören wir als freie Männer, Frankreich und die Republik gegen alle Angreifer zu verteidigen. Zu den Waffen! Es lebe Frankreich! Es lebe die Republik!
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