Lexikon

Glashow

[ˈglæʃɔu]
Glashow, Seldon Lee
Seldon Lee Glashow
Seldon Lee, US-amerikanischer Physiker, * 5. 12. 1932 New York; arbeitet vor allem auf dem Gebiet der Physik der Elementarteilchen und entwickelte eine Theorie, die die schwache und die elektromagnetische Wechselwirkung in einer gemeinsamen Formel vereinigt. Ein Ergebnis der neuen Theorie war die Vorhersage, dass es neben den bekannten elektromagnetischen Prozessen auch schwache Prozesse geben müsse, die ohne Ladungsänderung der beteiligten Partner vor sich gehen; diese Prognose konnte inzwischen auch experimentell bestätigt werden. Eine Folge dieser Entdeckung war, dass das bisher angenommene Modell von drei Quarks als Urbausteinen der Materie um ein viertes Quarkteilchen („charmed Quark“) erweitert werden musste. 1979 erhielt Glashow zusammen mit St. Weinberg und A. Salam, die unabhängig von ihm zu den gleichen Ergebnissen gelangt waren, den Nobelpreis für Physik.
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