Lexikon

Golf

Sport
[
schottisch, englisch
]
aus Schottland stammendes Ballspiel, das sich seit Ende des 19. Jahrhunderts von England aus weltweit verbreitet hat. Ziel des Golfspiels ist es, auf einem 2050 ha großen Golfplatz mit möglichst wenig Schlägen einen ca. 46 g schweren Golfball mit einem Golfschläger über 9 bzw. 18 verschieden lange Spielbahnen in ein Loch zu treiben.
Jede Bahn besteht aus dem Abschlagplatz, der Spielbahn (Fairway) u. dem Grün, auf dem sich ein rd. 10 cm tiefes Loch befindet, in das der Ball eingelocht (eingeputtet) werden soll. Links und rechts der 100550 m langen und 2050 m breiten Spielbahnen ist das Gras höher und auf dem Weg vom Abschlag zum besonders kurz geschnittenen Grün erschweren natürliche und künstliche Hindernisse wie Hügel, Gräben, Teiche, Hecken und Bunker das Spiel. Beim Abschlag darf der Ball auf einen Holzstift (sog. Tee) aufgesetzt werden, danach muss er von der Stelle aus weitergespielt werden, wo er nach dem letzten Schlag liegen geblieben ist. Der Golfspieler darf in einer Runde bis zu 14 verschieden geformte Golfschläger benutzen, je nach Schlagvariante und Bodenbeschaffenheit. Für jede der 18 Spielbahnen ist eine bestimmte Anzahl von Schlägen (3, 4 oder 5 Par) vorgegeben, die zusammengezählt den Platzstandard des jeweiligen Golfclubs darstellen. Die Spielstärke des Golfers drückt sich in seinem Handikap aus. Demnach muss ein Spieler auf einem Platz mit dem Standard 72 Par (18 x 4) eine Golfrunde in mindestens 108 Schlägen schaffen, um Handikap 36 zu erreichen (72 + 36), jedes bessere Ergebnis reduziert das Handikap. Nach der sog. Platzreife mit einem Golflehrer (Pro) und dem Handikap 54 verbessert der Golfer in Turnieren mit Loch- oder Zählwettspielen sein Handikap. In allen Regelfragen entscheidet der Deutsche Golf-Verband bzw. international der 1754 gegründete Royal and Ancient Golf Club in Schottland.
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