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LEXIKON

Golfkrieg

um die Befreiung des von Irak annektierten Kuwaits 1991 geführter Krieg zwischen Irak und einem multinationalen Streitkräfteverband unter Führung der USA. Der Konflikt wurde eingeleitet durch den Vorwurf Iraks, Kuwait halte irakisches Gebiet im Norden der Ölfelder von Rumaila besetzt und entziehe Irak dadurch Erdöleinnahmen. Nach vergeblichen Vermittlungsbemühungen anderer arabischer Staaten marschierten am 2. 8. 1990 irakische Truppen in Kuwait ein. Das Emirat wurde zur 19. irakischen Provinz erklärt. Als Reaktion verhängte der UN-Sicherheitsrat ein Handelsembargo gegen Irak. Gleichzeitig leiteten die USA die „Operation Wüstenschild“ ein und verlegten Truppenverbände nach Saudi-Arabien und in den Persischen Golf. Andere Staaten schlossen sich an. Am 29. 11. 1990 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Resolution, die die multinationalen Truppen für den Fall, dass Irak Kuwait nicht bis zum 15. 1. 1991 räumen würde, zur Anwendung von Gewalt autorisierte. Die alliierten Truppen begannen am 17. 1. 1991 mit einem Luftkrieg gegen Irak. Die am 24. 2. 1991 eingeleitete Bodenoffensive führte zur völligen Niederlage der irakischen Truppen sowie zur Befreiung Kuwaits. Nach der am 28. 2. 1991 vereinbarten Waffenruhe folgte am 3. 3. 1991 die formelle Kapitulation. Die Verluste der irakischen Armee beliefen sich nach US-amerikanischen Schätzungen auf rund 22 000 Mann. Auf alliierter Seite verloren 170 Soldaten ihr Leben. Auch Irak und Irak-Krieg.
Powell, Colin
Norman Schwarzkopf und Colin Powell
Colin Powell (links) und General Norman Schwarzkopf bei einer Besprechung während des Golfkriegs von 1991.
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