Lexikon
Graubụ̈nden
Bünden, italienisch Grigioni, rätoromanisch Grischun, französisch Les GrisonsFlagge von Graubünden
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Schweiz: Kantone
Schweiz: Kantone
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Geschichte
Wegen der Alpenpässe war Graubünden wichtig für die Römer, Ostgoten und Franken und für die deutschen Kaiser im Mittelalter. Um den Landfrieden aus eigener Kraft zu sichern, z. T. auch um eine Herrschaft der Habsburger über Graubünden zu verhindern, schlossen sich Gerichtsgemeinden und Adelsherren zusammen (Gotteshausbund 1367, Grauer oder Oberer Bund 1395 bzw. 1424, Zehngerichtebund 1436) und näherten sich später der Eidgenossenschaft an (Grauer Bund 1497, Gotteshausbund 1498). In der Reformationszeit regelten die sogenannten Ilanzer Artikel (1524, 1526) das Verhältnis zwischen Bischof und Gemeinden, die ihre Konfession selbst bestimmten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das konfessionell gespaltene (Protestanten unter J. Jenatsch, Katholiken unter Pompejus von Planta) und strategisch zentrale Bündnerland zum Kampfplatz der Österreicher, Spanier und Franzosen. 1798 sollte Graubünden nach dem Willen der Patrioten als Kanton Rätien der Helvetischen Republik angeschlossen werden, worauf die Aristokraten österreichische Truppen gegen die Franzosen riefen. Durch die Mediationsakte (1803) fiel Graubünden endgültig der Schweiz zu.
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