Lexikon
Schwaben
ehemaliges Herzogtum, benannt nach den Sweben; umfasste die deutsche Schweiz mit Graubünden, das Elsass, Südbaden, Württemberg ohne den Norden und das bayerische Schwaben bis zum Lech. Das nach Abschaffung (746) des alten Stammesherzogtums der Alemannen von Burchard dem Jüngeren (917–926) begründete neue schwäbische Stammesherzogtum kam in den Besitz der fränkischen Konradiner, der Babenberger und zuletzt an Rudolf von Rheinfelden. König Heinrich IV. gab es 1079 Friedrich I. (* 1050, † 1105) von Staufen, dessen Haus (Staufer) die Herzogswürde bis zum Aussterben 1268 behielt. Nach verschiedenen Kämpfen zwischen den Grafen von Württemberg und anderen Dynastenfamilien des Landes, die sich an schwäbischem Herzogs- und Reichsgut bereicherten, verlieh König Rudolf I. von Habsburg das restliche Schwaben seinem Sohn Rudolf († 1290), das nach dessen Tod erlosch und in zahlreiche Herrschaftsgebiete zerfiel.
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