Lexikon

Heinrich IV.

deutscher König 10561106, Kaiser seit 1084, * 11. 11. 1050,  7. 8. 1106 Lüttich; Sohn von Kaiser Heinrich III.; zunächst unter der Regentschaft seiner Mutter Agnes von Poitou, dann der Erzbischöfe Anno von Köln und Adalbert von Hamburg-Bremen (10621065). Zur Selbständigkeit gelangt, versuchte Heinrich, die territorialen Machtgrundlagen des Königtums wiederherzustellen, stieß aber auf den erbitterten Widerstand des sächsischen Adels. Gleichzeitig geriet Heinrich mit dem wieder erstarkten Papsttum in Konflikt um die Besetzung der Bistümer, womit der Investiturstreit begann, der seine Stellung schwer erschütterte. Durch den Bußgang nach Canossa erreichte Heinrich 1077 die Aufhebung des von Papst Gregor VII. verhängten Bannes; wurde dann allerdings in Deutschland durch die päpstliche Politik und die Fürstenopposition immer stärker isoliert. 1093 trat sein ältester Sohn, Konrad (* 1074,  1101), zur Gegenpartei über; 1104 erhob sich sein zweiter Sohn, Heinrich (V.), gegen ihn. Heinrich dankte 1105 unter Zwang ab, sammelte dann noch einmal seine Anhänger, schlug seinen Sohn Heinrich bei Visé, starb jedoch in Lüttich vor Beginn weiterer kriegerischer Auseinandersetzungen mit ihm.
Heinrich IV. (römisch-deutscher Kaiser)
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