Lexikon
Günther
Agnes, geb. Breuning, deutsche Erzählerin, * 21. 7. 1863 Stuttgart, † 16. 2. 1911 Marburg an der Lahn; schrieb den zu ihrer Zeit viel gelesenen Roman „Die Heilige und ihr Narr“ 2 Bände (postum) 1913.
Günther, Agnes
Agnes Günther
© wissenmedia
- Erscheinungsjahr: 1913
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Heilige und ihr Narr
- Genre: Roman
Zwei Jahre nach dem Tod von Agnes Günther (* 1863, † 1911) erscheint im Verlag Steinkopf in Stuttgart 1913/14 in zwei Bänden ihr einziger Roman »Die Heilige und ihr Narr«, der sich zu einem der erfolgreichsten deutschen Frauenromane des 20. Jahrhunderts entwickelt. 1928, als die Auflage das 107. Tausend erreicht, wird das Buch verfilmt. Inhalt dieses Bestsellers, in dem sich sentimental-ausschweifende Frömmigkeit mit schwärmerischen Mädchenträumen und gefühlsseliger Pseudoromantik verquickt, ist die Geschichte eines weltfremden Prinzesschens, das dem Übermaß der eigenen Güte und dem Hass seiner bösen Schwiegermutter zum Opfer fällt. Die verschlossene und in ihrer Familie als zurückgeblieben geltende Prinzessin von Brauneck wird in der Christnacht vom Gutsnachbarn, dem verarmten »Ruinengrafen« Harro von Thorstein, als Kind im verschneiten Wald gefunden. In den folgenden Jahren entsteht aus der Freundschaft zwischen den beiden Liebe, sie heiraten. Nach kurzer, glücklicher Ehe und der Geburt eines Sohnes wird Rosemarie von ihrer hysterischen Schwiegermutter durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt. Ihr Tod ist für den Grafen Anlass, ein gläubiger Mensch zu werden.
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