Lexikon
Gutenberg
Die Gutenberg-Bibel
Das zweispaltig gesetzte Werk, das keinen Druckvermerk Gutenbergs enthält, hat einen Umfang von 1282 Seiten. Die Auflage betrug etwa 180 Stück – überwiegend auf Papier, aber auch 40 auf Pergament gedruckt – von denen weltweit 49 (teilweise unvollständige) Exemplare erhalten sind. Mit seiner harmonischen Gestaltung von Drucktype und Satzbild und mit dem nachträglich per Hand eingefügten Buchschmuck gilt es als druckkünstlerisches Meisterwerk. Für Gutenberg war die Bibel jedoch ein geschäftlicher Fehlschlag. Nach Abschluss der Arbeit musste er seine Druckerei an Fust, der 1455 das geliehene Geld eingeklagt hatte, abgeben und büßte damit auch sein Geschäftsgeheimnis ein. Fust führte ab 1454 die Bibeldruckwerkstatt mit Gutenbergs ehemaligem Gehilfen Peter Schöffer (* um 1425, † um 1502) weiter. In einer neuen Druckerei stellte Gutenberg in den folgenden Jahren überwiegend weniger bedeutende Kleindrucke her. 1465 wurde er vom Erzbischof Adolf von Mainz zum Hofmann ernannt und sein Schaffen öffentlich geehrt. Er starb 1468 in Mainz, sein Grab in der Franziskanerkirche, die zerstört wurde, ist verloren.
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