Lexikon
Handke, Peter: Mein Jahr in der Niemandsbucht
- Erscheinungsjahr: 1994
- Veröffentlicht: Österreich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Mein Jahr in der Niemandsbucht
- Genre: Ein Märchen aus den neuen Zeiten
In seinem von Umfang – mehr als 1000 Seiten – und Attitüde bedeutendsten Werk schildert der Icherzähler Gregor Keuschnig, der in vielem an Peter Handke denken lässt – auch äußerlich, er lebt z.B. wie der Autor in Versailles –, die Geschichte seiner »Verwandlung«, die ihn befähigt hat, das vorliegende Buch zu schreiben. Er erzählt dabei von sieben Freunden, einem Sänger, einem Maler, einem Zimmermann, seinem Sohn, einem Leser, einer Freundin sowie einem Pfarrer. Während letzterer im heimatlichen Österreich bleibt, ziehen die anderen in die Welt, nach Schottland, Spanien, Japan, Jugoslawien und Griechenland, nach Deutschland und ins östliche Mittelmeer. Der Schriftsteller hingegen reflektiert über das Richtige schreiben, über den wahren Ausdruck, der ihm offensichtlich zu dem Zeitpunkt, als er das Buch verfasst – 1997 –, zur Verfügung steht. Offensichtlich hat kurz zuvor ein Bürgerkrieg stattgefunden, der eine »Neue Welt« hat entstehen lassen. Alle Last scheint von der Welt genommen. – Handkes Opus erhält, wie praktisch alle seine Werke der letzten Jahre, ein geteiltes Echo in der Kritik.
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