Lexikon

Hanswurst

Hansnarr
ein gutmütiger, Spaß treibender Mensch, den man nicht ernst nimmt. In der Literatur erscheint der Name „Hans Worst“ zuerst in der niederdeutschen Übersetzung von S. Brants „Narrenschiff“ (1519) und bei Luther (1541); als Bühnengestalt war er die komische Person des älteren deutschen Schauspiels, nach dem Pickelhering der englischen Komödianten und dem Harlekin der Italiener ausgeformt. Durch den Einfluss J. C. Gottscheds und der Neuberin wurde er 1737 von der deutschen Bühne verbannt; doch lebte er in der Wiener Volkskomödie des 18./19. Jahrhunderts weiter und wurde durch den Schauspieler J. Laroche im 18. Jahrhundert zum Kasper, später zum Wurstel. Im Kasperle ist der Hanswurst fast unverändert erhalten.
Brant, Sebastian: Das Narrenschiff
Sebastian Brant: Das Narrenschiff
Sebastian Brant: „Das Narrenschiff“ mit Illustrationen von Albrecht Dürer, Basel 1494
Wissenschaft

Aufbläh-Fortbewegung entdeckt

Wie wichtige Winzlinge wandern: Forschende haben aufgeklärt, auf welche Weise scheinbar unbewegliche Vertreter des Phytoplanktons aus den Tiefen der Meere nach oben steigen und anschließend zurücksinken. Die Einzeller blähen sich demnach innerhalb von Minuten auf das Sechsfache ihrer ursprünglichen Größe auf. Dabei lagern sie...

Wissenschaft

Überraschende Nahrung eines Urvogels

Er erinnert an einen Eisvogel – doch entgegen der bisherigen Annahme fraß der kleine Longipteryx vor 120 Millionen Jahren keine Fische oder Insekten, sondern Früchte. Dies geht aus zwei Fossilien des Urvogels hervor, bei denen sich Samenkörner im Magen erhalten haben. Möglicherweise war die Entwicklung seines ungewöhnlich langen...

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