Lexikon
Heide
Geographie
[die]
Vegetationsform, die vorwiegend aus Zwergsträuchern besteht. Es gibt ozeanische Heide, subpolare Heide und alpine Gebirgsheide. Die Zwergstrauchheide der gemäßigten Breiten, die auch als atlantische Heide bezeichnet wird, hat ihre typische Ausprägung vor allem in Nordwestdeutschland. Sie ist nicht infolge nährstoffarmer Böden entstanden, sondern durch Waldvernichtung und Beweidung. Sowie sie von Eingriffen verschont bleibt, wächst wieder Wald. Sie setzt sich vornehmlich aus Beständen des Heidekrauts (Calluna vulgaris), der Glockenheide (Erica) und der Krähenbeere (Empetrum) zusammen. Hinzu kommen noch einige Ginsterarten, Gräser, Flechten und Moose. Häufig gesellen sich den Zwergsträuchern noch Wacholder und Besenginster zu, wodurch die Heide allerdings den Charakter der reinen Zwergstrauchheide verliert. Während sich die Zwergstrauchheide stets im atlantischen Klimagebiet befindet und nährstoffarme, saure Böden besiedelt, findet sich die Fels- oder Steppenheide stets in den trockensten Gebieten auf nährstoffreichen Böden, bevorzugt sogar auf Kalk, und zeichnet sich durch größeren Artenreichtum aus. Lüneburger Heide.
Wacholder
Gewöhnlicher Wacholder
Gewöhnlicher Wacholder, Juniperus communis
© Sertürner Arzneimittel GmbH, Gütersloh
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