Lexikon

Gräser

unterschiedlich umfassend gebrauchte Bezeichnung für schlanke, krautige einkeimblättrige Blütenpflanzen mit unscheinbaren Blüten; z. B. die Sauergräser und die Süßgräser. Die Gräser bilden die verbreitetste Bedeckung der Vegetationsgürtel der Erde an allen Stellen, wo Bäume nicht mehr gedeihen können. Im Kulturland bedecken Gräser Ackerböden (Getreide, Zuckerrohr) und Weideland als wertvollste Wirtschaftspflanzen. Ungeachtet der systematischen Zugehörigkeit leiten sich die Gräser von Blütenpflanzen her, die zur Windbestäubung unscheinbare Blüten ausgebildet haben. Sie sind einjährige Pflanzen mit faserigen und sehr kurzen, manchmal knollenartig verdickten Wurzeln oder staudenartige Dauerpflanzen. Oft sind sie kriechend oder niederliegend und vermehren sich auch vegetativ durch unter- oder oberirdische Wurzelausläufer. Der Stängel (Halm) ist meist hohl und besteht aus glatten Abschnitten (Internodien) und Knoten, deren Teilungsgewebe (Meristem) den Halm nach Abknickung wieder aufrichten kann. Die Halme der Sauergräser sind meist dreikantig und arm an Knoten, die der Süßgräser rund und knotenreich. Die Blätter sind meist zweischneidig, linealisch mit einer langen, manchmal geschlossenen, stängelumfassenden Blattscheide. Kieselsäureeinlagerungen ergeben scharfe Blattränder. Die Blütenstände können sehr unterschiedlich aufgebaut sein (Ähren, Köpfchen, Rispen, Kolben u. a.). Die Blüten sind, je nach systematischer Zugehörigkeit, kompliziert gebaute Ährchen (Süßgräser), einfache, oft eingeschlechtige Ährchen (Sauergräser) oder unscheinbar und eingeschlechtig (Igelkolben, Rohrkolben).
AdobeStock_352971454_[Konvertiert].jpg
Wissenschaft

Das Leben vermessen

Digitale Zwillinge und ein ganzheitliches Verständnis der Biologie könnten die Gesundheitsmedizin entscheidend verbessern. von PETER SPORK Wissen Sie, was ein „medizinisches Selfie“ ist? Vermutlich nicht. Aber schon in zehn Jahren machen Sie es vielleicht von sich. Der Begriff stammt vom US-amerikanischen Mediziner und Buchautor...

sciencebusters_NEU.jpg
Wissenschaft

Warum Kinder sich wie im Himmel fühlen sollen

Das Himmelszelt erstreckt sich über unseren Köpfen. Die scheinbar unzähligen Lichtpunkte funkeln wie präzise gestochene Löcher im samtigen Firmament. Wir suchen uns einen davon aus und zoomen an ihn heran: Das kleine Licht rast auf uns zu und wird plötzlich zu einem riesigen Feuerball, einer brodelnden Plasmakugel, die ihre...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon