Lexikon
Gräser
unterschiedlich umfassend gebrauchte Bezeichnung für schlanke, krautige einkeimblättrige Blütenpflanzen mit unscheinbaren Blüten; z. B. die Sauergräser und die Süßgräser. Die Gräser bilden die verbreitetste Bedeckung der Vegetationsgürtel der Erde an allen Stellen, wo Bäume nicht mehr gedeihen können. Im Kulturland bedecken Gräser Ackerböden (Getreide, Zuckerrohr) und Weideland als wertvollste Wirtschaftspflanzen. Ungeachtet der systematischen Zugehörigkeit leiten sich die Gräser von Blütenpflanzen her, die zur Windbestäubung unscheinbare Blüten ausgebildet haben. Sie sind einjährige Pflanzen mit faserigen und sehr kurzen, manchmal knollenartig verdickten Wurzeln oder staudenartige Dauerpflanzen. Oft sind sie kriechend oder niederliegend und vermehren sich auch vegetativ durch unter- oder oberirdische Wurzelausläufer. – Der Stängel (Halm) ist meist hohl und besteht aus glatten Abschnitten (Internodien) und Knoten, deren Teilungsgewebe (Meristem) den Halm nach Abknickung wieder aufrichten kann. Die Halme der Sauergräser sind meist dreikantig und arm an Knoten, die der Süßgräser rund und knotenreich. Die Blätter sind meist zweischneidig, linealisch mit einer langen, manchmal geschlossenen, stängelumfassenden Blattscheide. Kieselsäureeinlagerungen ergeben scharfe Blattränder. Die Blütenstände können sehr unterschiedlich aufgebaut sein (Ähren, Köpfchen, Rispen, Kolben u. a.). Die Blüten sind, je nach systematischer Zugehörigkeit, kompliziert gebaute Ährchen (Süßgräser), einfache, oft eingeschlechtige Ährchen (Sauergräser) oder unscheinbar und eingeschlechtig (Igelkolben, Rohrkolben).
Wissenschaft
Das Archiv am Ende des Sonnensystems
Fernab der Sonne ziehen kleine Körper ihre Bahnen, die aus einem Cocktail gefrorener Substanzen bestehen. Sie helfen, die Frühzeit der Planeten zu entschlüsseln. von THORSTEN DAMBECK Makemake, Gongong, Quaoar – manche Himmelskörper jenseits des äußersten großen Planeten Neptun haben seltsame Namen. Sie bewohnen eine Dunkelzone...
Wissenschaft
Fäkale Forensik
Versteinerter Kot verrät Paläontologen viel über die frühe Dinosaurier-Evolution. Funde im Südwesten Polens dokumentieren den Aufstieg dieser Reptiliengruppe vor über 200 Millionen Jahren. von BETTINA WURCHE Der Dinosaurier beißt einige saftige Farnwedel ab, danach knabbert er Koniferen-Grün – und schluckt, ohne zu kauen. Im Dino...