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LEXIKON

Holz

Arno, Pseudonym: Bjarne Peter Holmsen, deutscher Schriftsteller, * 26. 4. 1863 Rastenburg, Ostpreußen,  26. 10. 1929 Berlin; Theoretiker des deutschen Naturalismus („Die Kunst, ihr Wesen und ihre Gesetze“ 1891/92) und zum Barocken neigender Wortkünstler; Hauptwerke: „Buch der Zeit. Lieder eines Modernen“ 1886; „Phantasus“ 1898/99; „Dafnis. Lyrisches Porträt aus dem 17. Jahrhundert“ 1904; Dramen: „Die Familie Selicke“ (mit J. Schlaf) 1890; „Traumulus“ (mit Oskar Jerschke, * 1861,  1928) 1904; „Sonnenfinsternis“ 1908; Novellen: „Papa Hamlet“ (mit J. Schlaf) 1889.
Holz, Arno
Arno Holz
  • Erscheinungsjahr: 1904
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Holz
    , Arno
  • Deutscher Titel: Dafnis. Lyrisches Portrait aus dem 17. Jahrhundert
  • Genre: Gedichtsammlung
Im Verlag Piper in München veröffentlicht Arno Holz (* 1863,  1929) unter dem Titel »Dafnis« eine Sammlung von »Fress-, Sauf- und Venusliedern«, die er als Werk des fingierten Barockdichters Dafnis ausgibt. Die Gedichte zeichnen das Bild eines lebenslustigen und liebestollen Studenten.
  • Erscheinungsjahr: 1904
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Holz
    , Arno; Jerschke, Oskar
  • Deutscher Titel: Traumulus
  • Genre: Tragische Komödie
Die Lehrer-Schüler-Problematik in der autoritären wilhelmischen Gesellschaft dramatisieren Arno Holz (* 1863,  1929) und Oskar Jerschke (* 1861,  1928) in dem erfolgreichen Stück »Traumulus«, das am 24. September im Lessingtheater in Berlin uraufgeführt wird. Das Stück avanciert zu den meistgespielten deutschen Dramen vor dem Ersten Weltkrieg. Professor Niemeyer, wegen seines träumerischen Idealismus »Traumulus« genannt, ist Direktor des königlichen Gymnasiums einer Provinzstadt. Er erfährt während der Vorbereitung der Festlichkeiten einer Denkmalsenthüllung, dass sein Lieblingsschüler mit einer »stadtbekannten Kurtisane« nicht nur in den anrüchigsten Lokalen der Stadt verkehrt, sondern auch eine Nacht in deren Hause verbracht hat. Traumulus will zunächst nicht glauben, dass der Schüler so »sittlich verkommen« sein könne. Als sich jedoch die Wahrheit nicht mehr verleugnen lässt, bezeichnet er ihn als Verbrecher. Der Schüler erschießt sich.
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