Lexikon

ibroamerikanische Kunst

lateinamerikanische Kunst

Mexiko

Der Rückgriff auf altmexikanische Traditionen und ein neues politisch-soziales Bewusstsein der Künstler begünstigten die Entwicklung einer nationalen Kunst im 19. Jahrhundert. Es gab zwei Maler von Bedeutung: J. M. Velasco, der die heimische Landschaft entdeckte, und den Grafiker J. G. Posada. Der künstlerische Vorkämpfer der Revolution war G. Murillo, genannt Dr. Atl (* 1875,  1964), ohne dessen Wirken die Trias der mexikanischen Revolutionsmalerei, die im Wesentlichen monumentale Freskenmalerei ist, nicht zu denken wäre. J. C. Orozco hat mit seiner dramatischen Bewegung und seinem sozialen Engagement viel mit dem europäischen Expressionismus gemeinsam. D. Rivera kultivierte das indianische Erbe und schuf Fresken von daseinszugewandter Intensität. D. A. Siqueiros bevorzugte dynamische Formen und experimentierte mit neuen Materialien. Daneben machten sich R. Tamayo mit seinen Fresken im UNESCO-Gebäude in Paris und F. Kahlo einen Namen. Die jüngste Generation mexikanischer Künstler schafft mithilfe einer oft drastisch-brutalen Ästhetik eine politische Kunst, die auf soziale und ökonomische Missstände reagiert; Vertreter sind u. a. M. Calderón, S. Sierra, T. Margolles. In der mexikanischen Architektur der nachkolonialen Zeit herrschten klassizistische Tendenzen vor, unter dem Regime des Diktators P. Diaz gedieh ein schwülstiger Eklektizismus (Porfirismus). Der nachrevolutionären Architektur gelangen beim Ausbau der Städte originelle Lösungen wie z. B. bei der neuen Universität von Mexico mit der Mosaikverkleidung der Hauptbibliothek, die traditionelle Motive aufgreift. Aus den 1960er Jahren stammt das Anthropologische Nationalmuseum.
  1. Einleitung
  2. Argentinien
  3. Brasilien
  4. Chile
  5. Mexiko
Kleinkind
Wissenschaft

Schon Kleinkinder unterscheiden zwischen unwahrscheinlich und unmöglich

Kleinkinder können bereits unterscheiden, ob ein Ereignis unmöglich oder nur sehr unwahrscheinlich ist. Das zeigt eine Studie anhand eines Experiments. Dabei durften Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren ein Spielzeug aus einem Kaugummi-Automaten ziehen. Manche Kinder erhielten jedoch ein Spielzeug, dass sich offensichtlich...

Fischer_NEU_02.jpg
Wissenschaft

Anders, als man denkt

„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.“ Diese Formulierung stammt von Wilhelm Busch, der damit die Erwartungen des 19. Jahrhunderts poetisch auf den Punkt gebracht hat. Damals wurde Wissenschaft zum Beruf, was für den Soziologen Max Weber bedeutete, dass die Welt berechenbar und damit entzaubert wurde. Dies geschah...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch