Lexikon
isländische Kunst
die bildende Kunst Islands ist vor allem durch die Volkskunst Norwegens und Dänemarks beeinflusst, die von den ersten Siedlern mitgebracht wurde. Erhalten sind u. a. dekorative Schnitzereien aus Holz, Horn, Elchgeweih, teils mit figürlichen biblischen Darstellungen; ferner Handschriften mit Themen aus der nordischen heidnischen Sagenwelt, die von der Wikingerkunst geprägt sind. Im 17. Jahrhundert wurden auch Elemente der barocken Ornamentik verarbeitet. In der Malerei waren Landschaften, Darstellungen des bäuerlichen Lebens und altisländische Motive tonangebend; nach 1945 traten surrealistische und abstrakte Tendenzen hinzu. Im 20. Jahrhundert entfaltete sich besonders die Bildhauerei. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entwickelt sich vor allem eine avantgardistische angewandte Kunst (Mode und Design), die das kulturelle Erbe Islands mit europäischen und amerikanischen Strömungen verbindet.
E. Eldjárn, Icelandic art. New York. 1961. – K. Fridrikson, Art in Iceland. Reykjavik. 1943. – G. Gretor, Islands Kultur u. seine junge Malerei. 1928.
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