Lexikon

Kbbala

[
die; hebräisch, „Überlieferung“
]
eine theosophische jüdische Mystik, entstanden im 12. Jahrhundert in Südfrankreich (Buch Bahir), voll entwickelt (gegen 1300) in Spanien (Buch Sohar), am Ende des Mittelalters und in der Neuzeit popularisiert und mit messianischen Bewegungen verbunden. Die Kabbala griff die Lehre von den 10 Sefirot (Schöpfungsfaktoren) des Buches Jezira auf und verband sie mit der neuplatonischen Vorstellung von geistigen Mittelstufen zwischen jenseitiger Gottheit und Welt/Mensch, aber auch mit traditionellen jüdischen Motiven (z. B. 10 Worte Gottes bei der Schöpfung). Zugrunde liegt die Überzeugung, dass die (unpersönliche) Gottheit selbst verborgen (jenseitig) bleibt und nur in ihren Wirkungskräften, den 10 Sefirot, offenbar wird. Israel hat mit der Erfüllung oder Nichterfüllung der Tora-Gebote positiven oder negativen Einfluss auf die Sefirotvorgänge. Es handelt sich also um eine metaphysische und ontologische Überhöhung des jüdischen Erwählungsglaubens im Rahmen einer umfassenden und oft faszinierenden Welterklärung.
Wissenschaft

Das Dunkle nach der Aufklärung

Denn die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht. Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.“ So verkündete es Bertolt Brecht in der Dreigroschenoper, in der es um das Elend des menschlichen Alltags ging. Ebenso lassen sich diese Zeilen aber auch auf die Philosophie der Aufklärung beziehen, […]...

Krebszelle, Biomarker
Wissenschaft

Aufschlussreiche Marker

Biomarker neuen Typs ermöglichen es, Alzheimer im Blut zu erkennen und Depressionen anhand des Hirnstroms aufzuspüren. Zudem lassen sich damit Krebs sowie Erkrankungen von Nerven, Herz und Kreislauf immer häufiger individualisiert behandeln. von CHRISTIAN JUNG Ein häufiges Phänomen: Mehrere Patienten haben dieselbe Diagnose,...

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