Lexikon
jüdische Philosophie
die Philosophie, wie sie vor dem Hintergrund der jüdischen Glaubensvorstellungen betrieben wird. Sie ist nicht ausschließlich, jedoch in weiten Teilen Religionsphilosophie. Die jüdische Philosophie beginnt im griechischsprachigen Judentum der Antike (Philon von Alexandria), sie setzte im Mittelalter in Auseinandersetzung mit den geistigen Eintwicklungen des Islam, Christentum und Karäern erneut ein, zunächst in Anlehnung an islamische Theologie (Kalam) und Neuplatonismus, Ende des 12. Jahrhunderts an Aristotelismus und Averroismus, doch gegen wachsende traditionalistische Kritik, was der spekulativen Kabbala zugute kam. Erst seit der Aufklärung gab es in der jüdischen Philosophie neue Entwicklungen, deren Zentrum Deutschland wurde (M. Mendelssohn), vor allem in Auseinandersetzung mit dem deutschen Idealismus (S. Formstecher, S. Hirsch) und um 1900 mit dem Neukantianismus (H. Cohen). In Deutschland übten nach 1920 F. Rosenzweig und M. Buber stärkeren Einfluss aus.
Wissenschaft
Depression: Frühe Behandlung kann Schlimmeres verhindern
Wer an einer Depression erkrankt ist, hat häufig einen langen, anstrengenden Weg zurück in die Gesundheit vor sich. Bisher finden Diagnose und Therapie zudem oft erst bei eindeutigen, schwereren Symptomen statt. Doch was wäre, wenn sich Depressionen schon weit früher „im Keim ersticken“ ließen? Eine Metastudie hat nun ergeben,...
Wissenschaft
Verräterische Proben
Am Max Rubner-Institut suchen Forschende in Lebensmitteln und Bioproben nach unterschiedlichen Zuckern. Das sogenannte Zuckerprofiling könnte Ernährungsstudien zukünftig verlässlicher machen. von CAROLIN SAGE Viele Ernährungsstudien basieren auf Ernährungsprotokollen, in denen die Teilnehmenden über Tage oder Wochen notieren, was...