Lexikon

jüdische Philosophie

die Philosophie, wie sie vor dem Hintergrund der jüdischen Glaubensvorstellungen betrieben wird. Sie ist nicht ausschließlich, jedoch in weiten Teilen Religionsphilosophie. Die jüdische Philosophie beginnt im griechischsprachigen Judentum der Antike (Philon von Alexandria), sie setzte im Mittelalter in Auseinandersetzung mit den geistigen Eintwicklungen des Islam, Christentum und Karäern erneut ein, zunächst in Anlehnung an islamische Theologie (Kalam) und Neuplatonismus, Ende des 12. Jahrhunderts an Aristotelismus und Averroismus, doch gegen wachsende traditionalistische Kritik, was der spekulativen Kabbala zugute kam. Erst seit der Aufklärung gab es in der jüdischen Philosophie neue Entwicklungen, deren Zentrum Deutschland wurde (M. Mendelssohn), vor allem in Auseinandersetzung mit dem deutschen Idealismus (S. Formstecher, S. Hirsch) und um 1900 mit dem Neukantianismus (H. Cohen). In Deutschland übten nach 1920 F. Rosenzweig und M. Buber stärkeren Einfluss aus.
Tonga-Eruption
Wissenschaft

Wie die Eruption des Tonga-Unterseevulkans begann

Der Ausbruch des Unterseevulkans Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai im Pazifik hatte katastrophale Folgen und war weltweit detektierbar. Doch was ihn auslöste, war bisher erst in Teilen geklärt. Jetzt haben Forscher Hinweise auf das Ereignis entdeckt, das den Kollaps der Vulkancaldera und den dramatischen Ausbruch auslöste. In...

Foto von Joe McConaughey beim Cocodona 250 Ultramarathon 2022
Wissenschaft

Wo liegen die Belastungsgrenzen des menschlichen Körpers?

Selbst gut trainierte Marathon- und Ultraläufer können ihren Körper nicht unendlich lange strapazieren. Denn auch diese Extremsportler haben eine „metabolische Obergrenze“, wie Forschende herausgefunden haben. Demnach können diese Athleten bei einem Sport-Event zwar kurzzeitig fast so viel Kalorien verbrauchen wie Sprinter....

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