Lexikon
jüdische Philosophie
die Philosophie, wie sie vor dem Hintergrund der jüdischen Glaubensvorstellungen betrieben wird. Sie ist nicht ausschließlich, jedoch in weiten Teilen Religionsphilosophie. Die jüdische Philosophie beginnt im griechischsprachigen Judentum der Antike (Philon von Alexandria), sie setzte im Mittelalter in Auseinandersetzung mit den geistigen Eintwicklungen des Islam, Christentum und Karäern erneut ein, zunächst in Anlehnung an islamische Theologie (Kalam) und Neuplatonismus, Ende des 12. Jahrhunderts an Aristotelismus und Averroismus, doch gegen wachsende traditionalistische Kritik, was der spekulativen Kabbala zugute kam. Erst seit der Aufklärung gab es in der jüdischen Philosophie neue Entwicklungen, deren Zentrum Deutschland wurde (M. Mendelssohn), vor allem in Auseinandersetzung mit dem deutschen Idealismus (S. Formstecher, S. Hirsch) und um 1900 mit dem Neukantianismus (H. Cohen). In Deutschland übten nach 1920 F. Rosenzweig und M. Buber stärkeren Einfluss aus.
Wissenschaft
Moore fürs Klima
Intakte Moore binden Kohlendioxid – und sind damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. von KLAUS JACOB Das Moor war über viele Jahrhunderte der Inbegriff für Abgeschiedenheit, Angst und Armut. Dort lauerte das Böse. Nur die ärmsten Menschen siedelten, wo nachts Irrlichter herumgeisterten und uralte Leichen ans Licht kamen. Wo...
Wissenschaft
Spurensuche im Mondgestein
Nach jahrzehntelanger Pause untersuchen Kosmochemiker wieder frisches Gestein von der Mondoberfläche. Erstmals inspizieren sie auch Proben von der rätselhaften Rückseite des Erdtrabanten. von THORSTEN DAMBECK Wer ein Stück vom Mond haben will, muss es persönlich beim Eigentümer abholen. So im September 1969, als Hans Voshage, ein...