Lexikon
Kasachstan
Zaristische und sowjetische Herrschaft
Bis 1848 verloren die drei Horden endgültig ihre autonome Stellung. Es begann ein Zustrom russischer Kolonisten sowie die Islamisierung durch Tataren aus Kasan. Ein Aufstand in Zentralasien gegen die zaristische Herrschaft wurde 1916 blutig niedergeschlagen. Nach der Oktoberrevolution von 1917 war Kasachstan Schauplatz von Bürgerkriegskämpfen. 1920 wurde die Kirgisische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik im Rahmen der RSFSR gegründet Sie wurde 1925 in Kasachische ASSR umbenannt und 1936 zur Unionsrepublik erhoben. Dem stalinistischen Terror fielen bis 1939 über 1 Mio. Menschen zum Opfer. 1941 siedelte man Hunderttausende von Russlanddeutschen zwangsweise nach Kasachstan um. 1954 begann in Kasachstan eine groß angelegte Kampagne zur Neulandgewinnung, die eine große Zahl russischer Siedler ins Land brachte und bald zu ersten Umweltschäden (Bodenerosion, Austrocknung) führte. Ein kasachisches Nationalbewusstsein konnte sich jahrzehntelang nicht entwickeln. Erst in der Folge der Politik Michail Gorbatschows kam es 1986 zu einer antirussischen Protestbewegung. 1990 wählte der Oberste Sowjet Kasachstans Nursultan Nasarbajew zum Präsidenten des Landes, das sich im gleichen Jahr für souverän erklärte.
Wissenschaft
Die Rolle der Faszien
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Wissenschaft
Das Rätsel um den Ursprung
In der Evolutionslinie des modernen Menschen klaffen kolossale Lücken. Und weder der zeitliche Beginn ist gewiss noch die Herkunftsregion. von THORWALD EWE Jeder heute lebende Mensch ist der vorläufige Endpunkt einer langen Reihe von Vorfahren. Wo sich diese Ahnenreihen in ferner Vergangenheit treffen, müsste logischerweise...